Cistercienserinnen-Abtei Seligenthal in Landshut
Für die Instandsetzung der Cistercienserinnen-Abtei Seligenthal in Landshut (kreisfreie Stadt Landshut, Bezirk Niederbayern) hat Kunstminister Thomas Goppel insgesamt rund 2,45 Millionen Euro als Zuschuss bewilligt. Die Summe setzt sich zusammen aus 650.000 Euro aus dem Kulturfonds Bayern für das Jahr 2005 und rund 1,8 Millionen aus dem Entschädigungsfonds für Denkmalpflege für die Jahre 2005 bis 2007. Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.
27.06.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstDie Cistercienserinnen-Abtei Seligenthal in Landshut wurde im Jahre 1232 von Ludmilla von Bayern gegründet und war von Anfang an aufs Engste mit dem bayerischen Herrscherhaus verbunden. Wittelsbacher Prinzessinnen und bayerische Adelstöchter traten in das Kloster ein, der Hofmeister wurde vom jeweiligen Landesherrn bestellt. Die Anlage wird bis heute - also seit fast acht Jahrhunderten - als Kloster genutzt. Die Kontinuität der Klostergeschichte spiegelt sich nicht nur im Gesamteindruck der Anlage, sondern auch in den Innenräumen und deren Ausstattung. Es gibt eine beeindruckende Fülle gut erhaltener Stein- und Keramikböden, handwerklich hervorragend gearbeitete Türbeschläge aus verschiedensten Zeiten, Fenster mit Bleiverglasung, Gemälde, bemalte Renaissancedecken und vieles mehr. Geistlicher Mittelpunkt des Klosters ist die Abteikirche, die auf einen spätromanischen Vorgängerbau aus dem 13. Jahrhundert zurückgeht, deren Ausgestaltung im Stil des Rokoko aber aus der Zeit um 1732/34 stammt. Der Klosterkomplex gehört zu den wenigen nahezu unberührt gebliebenen mittelalterlichen Anlagen dieser Art in Bayern, die Klostergebäude sind bauhistorisch von höchster Bedeutung.
Die staatlichen Zuwendungen dienen der Gesamtinstandsetzung des Baudenkmals. Fachlich betreut werden die Arbeiten vom Bayerischen Landesamt für Denkmalpflege.
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