Denkmal Stilzendorf
Für die Instandsetzung des Brunnenhauses in Stilzendorf 25 (Stadt Schillingsfürst, Landkreis Ansbach, Regierungsbezirk Mittelfranken) hat Kunstminister Thomas Goppel für das Jahr 2006 rund 148.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für Denkmalpflege bewilligt. Der Entschädigungs¬fonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.
15.09.2006 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstBei dem Brunnenhaus von Schillingsfürst handelt es sich um ein herausragendes Denkmal der Technikgeschichte. Die Wasserpumpanlage wurde im Jahr 1702 zur Versorgung des Schlosses Schillingsfürst errichtet. Die Anlage liegt auf einem Bergsporn in verhältnismäßig großer Entfernung zum Schloss. Das Wasser wurde durch hölzerne Rohrleitungen zum Schloss geführt. Die ursprüngliche Einrichtung des Pumpwerks von 1702 mit Drehscheibe und darunter liegender Pumpanlage ist noch vollständig erhalten: Eine schräg gestellte Tretscheibe im Erdgeschoss des Gebäudes wurde von einem Ochsen in Bewegung gesetzt, wodurch eine darunter befindliche, über Zahnräder mit dem Tretrad verbundene Pumpanlage angetrieben wurde. Erst Anfang des 20. Jahrhunderts ersetzte ein elektrisches Pumpwerk, das bis 1947 in Funktion war und ebenfalls bereits technik-geschichtliche Bedeutung besitzt, den ursprünglichen Antrieb. Neben der technischen Einrichtung beherbergt das Gebäude Wohnräume für das Bedienungspersonal und einen Stall für den Ochsen. Auch diese Räume einschließlich der Küche mit historischer Rauchhaube sind noch nahezu unverändert erhalten geblieben. Es handelt sich somit um ein einzigartiges Baudenkmal von bau-, technik- und sozialgeschichtlicher Bedeutung.
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