„Deutsch als Schulhofsprache" ausgezeichnet

(bikl) Das Projekt "Deutsch als Schulhofsprache" der Herbert-Hoover-Realschule in Berlin-Wedding, das in den letzten Monaten Anlass für heftige Diskussionen in Medien, von Bildungspolitikern und Wissenschaftlern bot, erhält einen der beiden Jahrespreise 2006 der Helga und Edzard Reuter-Stiftung.

22.03.2006 Artikel

In der getroffenen Vereinbarung, so das Kuratorium der Stiftung, sehe es einen beispielhaft mutigen Weg, um das gedeihliche Zusammenleben von Menschen unterschiedlicher ethnischer, religiöser oder kultureller Abstammung in Deutschland zu fördern. "Dies ist das Gegenteil von Diskriminierung - nämlich ein Beitrag zum gegenseitigen Verstehen und damit zu Toleranz und Respekt", heißt es in der Begründung für die Preisvergabe.

Der zweite Jahrespreis geht an den Osnabrücker Migrationsforscher Professor Dr. Klaus J. Bade. Bade hat - so das Kuratorium - nicht zuletzt als Direktor des maßgeblich von ihm aufgebauten Instituts für Migrationsforschung und Interkulturelle Studien an der Universität Osnabrück "in jahrzehntelanger wissenschaftlicher Arbeit und mit nie nachlassender Zähigkeit erreicht, dass der Migrationsforschung in der Bundesrepublik Deutschland inzwischen ein auch international weithin beachteter und anerkannter Rang zukommt. Durch seine immer wieder neuen Anregungen und Ansätze hat er zudem entscheidend dazu beigetragen, dass verlässliche Grundlagen zur Verfügung stehen, um die zwingend notwendigen Maßnahmen zur fruchtbaren Integration unserer Gesellschaft weiter voran zu bringen."

Die Auszeichnungen sind mit je 15.000 Euro dotiert. Sie werden im Herbst 2006 in Berlin überreicht.


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