DPhV: Rechtschreibreform aus dem Wahlkampf heraushalten

Erstaunt zeigte sich der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, von dem Vorstoß der unionsgeführten Ministerpräsidenten, das Inkrafttreten der gesamten Rechtschreibreform und nicht nur deren umstrittene Teile nochmals ein Jahr auszusetzen.

23.06.2005 Pressemeldung Deutscher Philologenverband (DPhV)

Es sei schon verwunderlich, wenn die Kultusminister eben dieser Landesregierungen vor kurzem auf der KMK-Sitzung noch einstimmig eine Lösung beschlossen haben, die jetzt von deren Ministerpräsidenten wieder in Frage gestellt werde.

Die Schulen hätten wenig Verständnis dafür, dass das Endlosdrama "Rechtschreibreform" dadurch einen weiteren Fortsetzungsakt finde.

"Natürlich kann man die Übergangsfrist um ein Jahr verlängern, - wofür aber niemand mehr Verständnis hat, ist, wenn Landesregierungen dieses Thema je nach Stimmungslage entscheiden. Hier wirft wohl der kommende Wahlkampf seine Schatten voraus", sagte der DPhV-Vorsitzende.


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