Erfolgreiche Arbeit an Schulen setzt bei der Vernetzung an

Kriminalitäts-Prävention ist ein wichtiges Ziel schulischer Bildung und Erziehung. Dies unterstrichen Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer und Innenminister Dr. Fritz Behrens bei ihrem Besuch der Gemeinschaftshauptschule in Duisburg-Meiderich. In dem problembelasteten Stadtteil wohnen viele Menschen mit schwierigen Zukunftsperspektiven. Das gilt auch für Kinder und Jugendliche, die in ihrem Lebensumfeld mit Arbeitslosigkeit und Gewalt konfrontiert werden.

13.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen

Die Gemeinschaftshauptschule Wiesbadener Straße setzt auf ein Präventionsprogramm und hat ein umfangreiches Netzwerk im Stadtteil gebildet, das dazu beiträgt, jungen Menschen Zukunftsperspektiven zu eröffnen. Zusammen mit der Fachstelle Suchtprophylaxe engagieren sich die Beteiligten gegen Drogenkonsum, junge Menschen helfen im Altenheim, gemeinsam mit einer benachbarten Gesamtschule gibt es ein Leseprojekt und die Polizei ist vertrauter Ansprechpartner, der vorbeugend tätig ist und nicht erst dann eingreift, wenn etwas passiert ist.

Ministerin Schäfer und Minister Behrens bezeichneten dieses Netzwerk als vorbildlich. Die Entwicklung sozialer Kompetenz und das Vertrauen in die eigene Person seien unabdingbar, wenn es darum gehe, der Gewalt vorzubeugen. "Denn die Basis jeder erfolgreichen Kriminalitäts-Prävention liegt darin, den jungen Menschen deutlich zu machen, dass sie gewalttätiges Verhalten nicht brauchen, um ihre Ziele durchzusetzen. Sie können und sollen lernen, dass man, ohne andere zu schädigen, viel leichter und erfolgreicher durchs Leben kommt und dabei auch mehr Achtung erfährt, " betonte Ute Schäfer.

Innenminister Behrens verwies auf die schwierige Situation, die junge Aussiedler beim Eingewöhnen in die hiesige Gesellschaft vorfinden. "Mangelnde Zukunftsaussichten für Migranten verführen oft dazu, sich mit Gewalt durchzusetzen, weil andere Möglichkeiten scheinbar nicht zur Verfügung stehen. Das ist ein gesamtgesellschaftliches Problem, dem wir uns alle annehmen müssen. Hier ist solidarisches Handeln gefragt und keine Schuldzuweisungen an die Migranten."

Das von der Hauptschule gesponnene Netz zwischen verschiedenen Partnern ist ein erfolgreicher Weg, Bildungs- und Erziehungsarbeit zu unterstützen. Das Netzwerk dient gleichzeitig dazu, kriminalpräventiv tätig zu sein, denn die soziale Eingebundenheit stärkt die Persönlichkeit der Jugendlichen und ihre Handlungsmöglichkeiten.


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