Erstes Gütesiegel "Rauchfreie Jugendeinrichtung" von Jugendstaatssekretär Jungkamp an Potsdamer Jugendclub OFFLINE überreicht

Vor Ort überreichte heute Jugendstaatssekretär Burkhard Jungkamp an den Potsdamer Jugendclub OFFLINE am Kirchsteigfeld das landesweit erste Gütesiegel "Rauchfreier Jugendeinrichtung". Nach dem Start der Aktion Anfang des Jahres erfüllt jetzt die erste Jugendeinrichtung alle Kriterien für eine "Rauchfreie Jugendeinrichtung", der zusätzlich eine Geldprämie der AOK erhält. Die Aktion "Rauchfreie Jugendeinrichtung" steht unter der Schirmherrschaft von Minister Rupprecht.

08.05.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

Zusammen mit der märkischen AOK und der Brandenburgischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren wurde eine Konzeption erarbeitet, die Wege aufgezeigt, wie Jugendeinrichtungen zur Rauchprävention finden. Die Aktion hat ihren Schwerpunkt in der Motivation, die der Förderung einer freiwilligen Verhaltensänderung dient. Sie soll einen Prozess zur Reduzierung des Tabakkonsums bei Jugendlichen einleiten, der den problematischen Entwicklungen (frühes Einstiegsalter, Verfestigung von Gewohnheiten, hohes gesundheitliches Risiko) Rechnung trägt.

Staatssekretär Jungkamp: "Wir wissen, dass die Umsetzung des Anliegens in Jugendeinrichtungen nicht so einfach ist wie z. B. in öffentlichen Einrichtungen. Verbote bei Jugendlichen fordern ihre Umgehung heraus. Oder Jugendliche kommen gar nicht erst in den Jugendclub, wenn sie sich zu stark eingeengt fühlen. Der Weg zur rauchfreien Jugendeinrichtung ist der eigentlich spannende pädagogische Prozess, der gemeistert werden muss. Mit Jugendlichen ein Konzept zu entwickeln, hinter dem sie auch stehen, das ist die Herausforderung. Selbst wenn es nicht immer gelingen sollte, ist die Problematisierung schon Grund genug für diese Initiative."

Aus internationalen Erfahrungen und wissenschaftlichen Studien liegen beeindruckende Ergebnisse vor, die zeigen, dass das Rauchen mit geeigneten Maßnahmen wirksam eingedämmt werden kann.

Staatssekretär Jungkamp sagt: "Jeder Raucher weiß, wie schwer es ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich freue mich deshalb, dass ich die erste Jugendeinrichtung auszeichne und das Gütesiegel 'Rauchfreie Jugendeinrichtung' übergeben kann. Die Jugendlichen wurden bei der Erarbeitung der Konzeption des Jugendclubs zur Nichtrauchereinrichtung intensiv einbezogen. Das Rauchverbot wurde in der Hausordnung fest verankert. In allen Räumen der Jugendeinrichtung besteht ein Rauchverbot auch für die Mitarbeiter. Nur an einer Stelle auf dem Gelände dürfen über 16-Jährige rauchen. Das Anliegen, rauchfrei zu bleiben, muss immer wieder neu diskutiert und verteidigt werden. Sie werden es schaffen und andere Jugendeinrichtungen auch. Jedenfalls möchte ich sie dazu ermutigen."


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