Finanzminister Metz und Kunstministerin Ludwig zur Premiere im Kleinen Haus
Endlich ist es soweit: Nach rund zwei Jahren Bauzeit öffnet sich morgen im Kleinen Haus der Vorhang zur ersten Vorstellung. "Es ist für mich eine besonders ehrenvolle Aufgabe als oberster Bauherr das Gebäude zu übergeben. Dresden erhält mit dem Kleinen Haus einen traditionsreichen und zugleich modernen Spielort zurück.", sagte der Sächsische Staatsminister der Finanzen, Dr. Horst Metz. Für den Umbau, die Sanierung und die Erweiterung des Theaters hat der Freistaat Sachsen rund 10,6 Millionen Euro investiert.
14.01.2005 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und TourismusDie Sächsische Kunstministerin Barbara Ludwig freut sich auf die Premiere: "In der Geschichte des Kleinen Hauses beginnt ein neues, aufregendes Kapitel - die Wiederinbesitznahme des Hauses durch die Kunst und ihr Publikum. Ich wünsche uns allen, dass diese Spielstätte ein Ort sein wird, der die Welt als eine veränderbare, das Leben als lebenswert und den Menschen als verantwortlich für sich selbst zeigt."
Finanzminister Metz: "Das Kleine Haus ist fertig - der Spielbetrieb kann beginnen in einem neuen alten Theaterhaus: Innen ausgestattet mit modernster Bühnentechnik und außen nach denkmalpflegerischen Belangen saniert. Ich danke allen, die an der Umsetzung dieses Bauvorhaben mitgearbeitet haben und hoffe, dass zahlreiche Dresdner und Gäste dieser Stadt das Theater besuchen werden."
Trotz des desolaten Zustands der Bausubstanz konnten die denkmalgeschützten Bauteile erhalten werden. Dazu zählen die Fassaden des Vorderhauses, das nordwestliche Treppenhaus, die Kellergewölbe und die Treppenanlage am Vorplatz zur Glacisstraße. Der Einbau modernster Technik ermöglicht eine hohe Flexibilität und Wandelbarkeit von Bühne und Saal, Bestuhlung, Dekoration und Beleuchtung.
"Ganz besonders freue ich mich darüber, dass der Entwurf eines Dresdner Architekturbüros, Dr. Thomas Wagner, die Grundlage für die umfangreichen Arbeiten war.", sagte Staatsminister Metz. Die Planer standen vor der Aufgabe, den Raum optimal zu nutzen: Einerseits um die Raumvorstellungen des Staatsschauspiels umzusetzen, andererseits um die Nutzung des Hauses möglichst variabel zu gestalten. So ermöglichen die Sanierung und Neuerungen wie der neu eingebaute Orchestergraben für maximal 70 Musiker auch Aufführungen der Opern-klassenausbildung der Hochschule für Musik "Carl Maria von Weber", für die bislang kein eigener Raum zur Verfügung stand.
Der Abriss des alten Saal- und Bühnengebäudes erlaubte eine neue und für die Besucher klare Ordnung der Räumlichkeiten. Im Erdgeschoss gelangen die Zuschauer nun direkt über das Foyer in den Saal. Dieser ist mit mit einer Kapazität von maximal 388 Plätzen und einer festen Tribüne ausgestattet. Auf die festliche Ausstattung im Sinne "alter Spielhäuser" ist bewusst verzichtet worden. Durch die Verlegung des Saals vom Ober- in das Erdgeschoss konnten ein Bühnenturm und eine Probebühne direkt über dem Saal eingebaut werden. An der linken Saalseite schließt ein zweigeschossiger Anbau für Künstlergarderoben, Maske, Konversationszimmer und die Abendrequisite an.
Das erste Obergeschoss dient künftig als Ausstellungs- und Begegnungsfläche. Im neu geschaffenen Untergeschoss befinden sich die Haustechnik, die Werkstätten, Umkleide- und Lagerräume. Der überglaste Vorbau wird von zwei neuen Flügelbauten umfasst. Die linke Seite ist für das Abendpersonal und den Intendanten, die rechte Seite für das Theaterrestaurant vorgesehen.
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