Flath: Unterrichtsausfall nicht akzeptabel
Sachsens Kultusminister Steffen Flath hat sich für größere Schulstandorte ausgesprochen, um den Stundenausfall zu begrenzen. Größere Schulen würden einen optimaleren Personaleinsatz möglich machen.
20.01.2005 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Kultus"Unsere Zukunft sind nicht kleine, sondern gut ausgebaute und im Bestand sichere Schulen", sagte Flath heute im Landtag. Der Kultusminister bezeichnete den Unterrichtsausfall als großes Ärgernis. Jede Ausfallstunde sei eine zuviel. Gleichzeitig räumte er ein, dass die Unterrichtsabsicherung in einigen Fächern wie zum Beispiel Ethik und Religion schwierig sei. "Ursachen dafür sind aber nicht fehlende Lehrerstellen, sondern vielmehr das Fehlen entsprechend qualifizierter Lehrkräfte", sagte Flath. Die von der Staatsregierung beschlossenen Neueinstellungen könnten hier Abhilfe schaffen.
Am häufigsten falle der Unterricht allerdings wegen Krankheit aus. Besonders an kleinen Schulen könne es schwierig werden, den Ausfall zu vermeiden. Im laufenden Schuljahr haben 83 Prozent aller öffentlichen Grundschulen höchstens 180 Schüler. Viele sind nicht einmal durchgängig zweizügig. "An solchen Schulen ist ein flexibler Personaleinsatz kaum mehr möglich", sagte Flath. Die Schulnetzplanung müsste daher entschlossen zu einem Abschluss gebracht werden.
Keine Kommentare vorhanden