GEW: "Arbeitgeber wollen tariflosen Zustand!"

Der Versuch, den Tarifkonflikt im Länderbereich in der Spitzenrunde von Arbeitgebern und Gewerkschaften zu lösen, ist am Samstag Morgen in Berlin ergebnislos unterbrochen worden. Verursacher sind einige Arbeitgeber-Hardliner um den niedersächsischen Finanzminister und Vorsitzenden der Tarifgemeinschaft deutscher Länder (TdL), Hartmut Möllring (CDU). Sie haben jeden Versuch vereitelt, den Tarifkonflikt mit einem fairen Interessenausgleich zu beenden.

11.03.2006 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft

"Sie wollen keine Tariflösung, sondern einen tariflosen Zustand. Die Vernünftigen auf der Arbeitgeberseite konnten sich leider nicht durchsetzen. Den pädagogischen Einrichtungen in allen Bundesländern ist ein Bärendienst erwiesen worden. Das geht auf Kosten der Qualität von Bildung und wird auf dem Rücken der Kinder, Jugendlichen, Eltern und Beschäftigten ausgetragen", sagte Ilse Schaad, Tarifexpertin der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW).

In einer langen Verhandlungsnacht hatte sich die Ablehnungsfront bei den Arbeitgebern trotz mehrfacher Kompromissangebote der Gewerkschaften verhärtet. "Wir sind mehrmals bis an die Schmerzgrenze gegangen. Die Arbeitgeber zeigten nicht die Spur ernsthaften Willens, über die Angebote auch nur nachzudenken. Sie wollen knallharte Konfrontation mit dem Ziel, die Gewerkschaften zu zerschlagen", sagte Schaad. Die Gewerkschaften werden die Lage jetzt in ihren Gremien bewerten und Entscheidungen zum Fortgang des Tarifkonflikts treffen.


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