GEW: Bundesverdienstkreuz für Detlef Mücke
Detlef Mücke (60) ist das Bundesverdienstkreuz verliehen worden. Der gelernte Lehrer erhielt die Auszeichnung für seine überregionalen Verdienste um die Gleichberechtigung und Achtung Homosexueller in Schule und Gesellschaft. Mücke ist Sprecher der Bundesarbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule in der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) und Leiter der Rechtsschutzstelle der GEW Berlin.
19.04.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftMücke setzte sich in den 70er Jahren gegen Berufsverbote für homosexuelle Lehrkräfte ein. In Berlin machte er sich dafür stark, dass der Vorbildcharakter von offen homosexuell lebenden Lehrkräften für junge Menschen in die Richtlinien zur Sexualerziehung des Landes aufgenommen wurde.
Der Gewerkschafter gründete 1978 die AG Schwule Lehrer in der GEW, seit 1998 ist er Mitglied der GEW-Bundesarbeitsgemeinschaft Lesben und Schwule. Er gehört seit 26 Jahren zu den Organisatoren überregionaler Treffen für homosexuelle Lehrer. Mücke hat an der Publikation "Lesben und Schwule in der Schule - respektiert!? ignoriert!? Eine Synopse der GEW-Befragung der Kultusministerien" mitgearbeitet. Die aktuelle Veröffentlichung ist der Ratgeber "Raus aus der Grauzone - Farbe bekennen. Lesben und Schwule in der Schule" (s. [www.gew.de] und [www.schwulelehrer.de]).
Die GEW engagiert sich für die Rechte homosexueller Lehrerinnen und Lehrer in Beruf und Gesellschaft. Sie fordert die zügige Beratung des Antidiskriminierungsgesetzes im Parlament. Homosexuelle und andere Gruppen brauchten mehr Rechtssicherheit. Neben dem arbeitsrechtlichen Teil sei für Homosexuelle gerade der zivilrechtliche Teil des Gesetzes wichtig, da sie zurzeit etwa bei Kranken- und Lebensversicherungen diskriminiert werden.
Info:
Das Bundesverdienstkreuz wird Detlef Mücke am Mittwoch, 20. April, um 14.30 Uhr in der Helmholtz-Oberschule, Wutzkyallee 68, 12353 Berlin, von Staatssekretär Thomas Härtel verliehen. Das Vorstandsmitglied für Frauenpolitik, Larissa Klinzing, vertritt die GEW. Mücke und Klinzing stehen nach der Feier für Fragen zu dem neuen Rechtsratgeber "Raus aus der Grauzone - Farbe bekennen" und Aktivitäten der GEW zur Verfügung.
Keine Kommentare vorhanden