GEW: "Jetzt müssen Länder und Kommunen mit ins Boot geholt werden!"
Auf ein "positives Echo" ist der "Nationale Aktionsplan für ein kindergerechtes Deutschland 2005 bis 2010" (NAP), den Familien- und Jugendministerin Renate Schmidt (SPD) heute in Berlin vorgestellt hat, bei der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) gestoßen. "Jetzt müssen die Länder und Kommunen mit ins Boot geholt werden. Nur wenn sie mitziehen, sind viele der richtigen Maßnahmen des Kinderplans auch umzusetzen", sagte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Mittwoch in Frankfurt a.M..
16.02.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft"Wenn mit dem Plan Ernst gemacht wird, ist er ein wichtiger Schritt, die Kinderfeindlichkeit in Deutschland und soziale Ungerechtigkeiten im Bildungssystem zu überwinden", sagte Stange. Jedes Kind habe, unabhängig von der sozialen Herkunft, ein Recht auf breite Bildung von Anfang an. Hierzu gehöre die individuelle Förderung der Jungen und Mädchen, die so früh wie möglich einsetzen muss. In diesem Zusammenhang kritisierte die GEW-Vorsitzende, dass die Rechte der Kinder nicht "in Verfassungsrang erhoben werden sollen". "Die Qualität eines Bildungssystems und der Entwicklungstand einer Gesellschaft spiegeln sich in der Orientierung am Wohl der Kinder und der Verankerung von Rechten der Kinder wider", stellte Stange fest.
Sie setzte sich dafür ein, dass im Rahmen der Bildungsberichterstattung regelmäßig öffentlich über die Umsetzung des NAP Rechenschaft abgelegt wird.
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