GEW: "KMK-Reformbemühungen grundsätzlich richtig"
"Grundsätzlich richtig" hat die Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Reformbemühungen der Kultusministerkonferenz (KMK) genannt. "Die KMK muss schneller auf Entwicklungen reagieren können. Projektgruppen, die themenorientiert arbeiten, gehen in die richtige Richtung. Die Entscheidung, nicht mehr alle Beschlüsse einstimmig zu fassen, ermöglicht der KMK, sich flexibler zu positionieren", sagte GEW-Vorsitzende Eva-Maria Stange am Donnerstag in Frankfurt.
03.12.2004 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftRichtig sei, weiterhin finanzpolitische Entscheidungen und für alle Länder verbindliche Absprachen etwa bei Bildungsabschlüssen einstimmig zu treffen. "Sonst laufen wir Gefahr, dass Familien nicht von Bremen nach Bayern umziehen können, weil Zeugnisse der Kinder nicht gegenseitig anerkannt werden", sagte die GEW-Vorsitzende.
Scharf kritisierte Stange die Vertreter Niedersachsens, denen der geplante Personalabbau noch nicht weit genug geht. "Niedersachsen will die KMK nicht reformieren, sondern zerschlagen", unterstrich Stange. Schon der geplante Abbau von zehn Prozent des Personals stelle die Arbeitsfähigkeit des KMK-Sekretariats in Frage.
"Wir brauchen mehr nationale Verbindlichkeit in der Bildungspolitik und eine klare Vorstellung, wohin sich das Bildungswesen entwickeln soll. Dafür ist eine starke KMK erforderlich", sagte Stange.
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