GEW: "Zukunft der Hauptschulen ohne Tabus auf Tagesordnung setzen"
"Die Kultusminister müssen die Zukunft der Hauptschulen ohne Tabus auf die politische Tagesordnung setzen", regte Marianne Demmer, stellvertretende Vorsitzende der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW), heute mit Blick auf Vorveröffentlichungen in der Presse über die Ergebnisse der DESI-Studie an. "Offenbar werden die Hauptschulen in den sprachlichen Fächern vollständig abgehängt." Demmer erhofft von der Untersuchung nützliche Hinweise, wie "dieser gebeutelten Schulform, ihren Schülern und Lehrern" geholfen werden solle.
02.03.2006 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft"Es ist unverantwortlich, dass ein Drittel unserer jungen Generation einfach abgeschrieben wird", betonte die Schulexpertin. Das "jahrzehntelange folgenlose Geschwätz über die Unterstützung der Hauptschulen" könne sie "nicht mehr hören". Die prekäre Situation der Hauptschulen setze die Strukturfrage auf die Agenda. Nach Ansicht Demmers "leistet sich Deutschland den folgenschweren Irrglauben, dass Kinder mit Lernproblemen besser werden, wenn man diese alle in eine Klasse steckt."
Info:
DESI steht für die "Deutsch-Englisch-Schülerleistungen-International"-Studie. Die Kultusministerkonferenz (KMK) will die Untersuchung am Freitag vorstellen.
Wichtige Infos zu DESI finden Sie auf der GEW-Website unter: www.gew.de.
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