Große Landesausstellung "Imperium Romanum" beginnt in Stuttgart
"Die Große Landesausstellung ´Imperium Romanum´ mit ihren Präsentationen in Stuttgart und Karlsruhe setzt zum Abschuss des Römerjahres 2005 ein einzigartiges Highlight.
29.09.2005 Pressemeldung Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst Baden-WürttembergSie bietet damit ein hervorragendes Beispiel für die fruchtbare Zusammenarbeit zwischen den Museen und weiteren wissenschaftlichen Einrichtungen des Landes Baden-Württemberg." Dies erklärte Kunststaatssekretär Michael Sieber (MdL) bei einer Pressekonferenz am 29. September in Stuttgart.
Die Stuttgarter Ausstellung "Imperium Romanum - Roms Provinzen an Neckar, Rhein und Donau" wird am 30. September von Ministerpräsident Günter H. Oettinger eröffnet und ist ab 1. Oktober für die Allgemeinheit zugänglich. Der zweite Teil der Ausstellung mit dem Titel "Imperium Romanum - Römer, Christen, Alamannen - Die Spätantike am Oberrhein" ist ab 22. Oktober in Karlsruhe zu sehen. Die Ausstellung wurde vom Archäologischen Landesmuseum und dem Badischen Landesmuseum in enger Kooperation mit dem Landesamt für Denkmalpflege und der Abteilung für Provinzialrömische Archäologie der Universität Freiburg erarbeitet.
"Die beiden Ausstellungen widmen sich mit unterschiedlichen Themenschwerpunkten einem wichtigen Teil unserer Geschichte: dem reichen geistigen und materiellen Erbe der Römer in Südwestdeutschland", sagte Sieber. "Die Begegnung von Römern und Germanen war Ausgangspunkt für wichtige Entwicklungen, deren Fernwirkung heute noch zu spüren ist. Dass die Ergebnisse der archäologischen Erforschung der südwestdeutschen Römerzeit nun auf eindrucksvolle Weise gezeigt werden können, ist ein wichtiger Beitrag zur Identität und zum Zusammengehörigkeitsgefühl der Menschen in diesem Land. Diesem Anspruch liegt auch das Konzept der Großen Landesausstellungen zugrunde, die ein Schwerpunkt der Kulturpolitik des Landes bleiben werden." Der Ausstellungskomplex "Imperium Romanum" wird vom Wissenschaftsministerium - bei Gesamtkosten von 3,8 Mio. Euro - mit 2,8 Mio. Euro finanziert.
In der Reihe der Großen Landesausstellungen, die mit der Staufer-Ausstellung im Jahr 1977 ihren Anfang nahm, werden herausragende landesgeschichtliche Themen und Ereignisse wissenschaftlich aufbereitet und in Form großer überregionaler Präsentationen für ein breites Publikum zugänglich gemacht. Ergänzt werden die Großen Landesausstellungen durch publikumswirksame Große Sonderausstellungen, die eine kunst-, kultur- und naturinteressierte Allgemeinheit ansprechen und den Museen neue Besucherkreise zuführen sollen.
"Die Förderung von Kunst und Kultur ist ein wichtiges Anliegen der Landesregierung, zu dem wir uns auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten bekennen und mit dem wir in der Kunstpolitik positive Zeichen setzen", betonte Staatssekretär Sieber. Das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst hat gemeinsam mit den Museumsdirektorinnen und -direktoren bis zum Jahr 2014 eine Reihe von Projekten konzipiert. Das Maßnahmenpaket wurde vom Kabinett zunächst bis zum Jahr 2009 gebilligt. Ein Höhepunkt ist das Gemeinschaftsprojekt aller Landesmuseen anlässlich der Fußball-Weltmeisterschaft, bei dem unter dem Titel "Kunst lebt! Die Welt mit anderen Augen sehen" ausgewählte Exponate präsentiert werden.
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