Gütesiegel "Rauchfreie Jugendeinrichtung" von Jugendstaatssekretär Jungkamp und AOK-Vizechef Lünne an Gubener Einrichtung überreicht
Vor Ort überreichte heute Jugendstaatssekretär Burkhard Jungkamp an das Kinder- und Jugendfreizeitzentrum in der Gubener Platanenstraße das Gütesiegel "Rauchfreie Jugendeinrichtung". Die AWO-Einrichtung ist nach einer Potsdamer die zweite Jugendeinrichtung, die dieses Gütesiegel und zusätzlich eine Geldprämie der AOK erhält. Die Aktion "Rauchfreie Jugendeinrichtung" steht unter der Schirmherrschaft von Minister Holger Rupprecht und wurde zu Beginn dieses Jahres gestartet.
27.06.2006 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgZusammen mit der märkischen AOK und der Brandenburgischen Landesstelle gegen die Suchtgefahren wurde eine Konzeption erarbeitet, die Wege aufzeigt, wie Jugendeinrichtungen zur Rauchprävention finden. Die Aktion hat ihren Schwerpunkt in der Motivation, die der Förderung einer freiwilligen Verhaltensänderung dient. Sie soll einen Prozess zur Reduzierung des Tabakkonsums bei Jugendlichen einleiten, der den problematischen Entwicklungen (frühes Einstiegsallter, Verfestigung von Gewohnheiten, hohes gesundheitliches Risiko) Rechnung trägt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der AOK , Franz Josef Lünne, ermunterte die anwesenden Jugendlichen, sich jederzeit an die Gesundheitskasse zu wenden. "Über das AOK-Gesundheitstelefon, über unsere Ernährungsberater und Psychologen helfen wir bei drohenden Rückfällen. Außerdem unterstützen wir gern dabei, kreative und zu jeder Jugendeinrichtung passende Lösungen zu finden." Den Anreiz, bei der Aktion mitzumachen, hielt Lünne in Form eines symbolischen Schecks in Übergröße in den Händen.
Staatssekretär Jungkamp: "Wir wissen, dass die Umsetzung des Anliegens in Jugendeinrichtungen nicht einfach ist. Verbote bei Jugendlichen fordern ihre Umgehung heraus. Oder Jugendliche kommen gar nicht erst in den Jugendclub, wenn sie sich zu stark eingeengt fühlen. Der Weg zur rauchfreien Jugendeinrichtung ist ein spannender, pädagogischer Prozess, eine Herausforderung, die gemeistert werden muss. Mit Jugendlichen ein Konzept zu entwickeln, hinter dem auch sie stehen, darum geht es. Selbst wenn es nicht immer gelingen sollte, ist die Problematisierung schon Grund genug für diese Initiative."
Aus internationalen Erfahrungen und wissenschaftlichen Studien liegen beeindruckende Ergebnisse vor, die zeigen, dass das Rauchen mit geeigneten Maßnahmen wirksam eingedämmt werden kann.
Staatssekretär Jungkamp sagt: "Jeder Raucher weiß, wie schwer es ist, mit dem Rauchen aufzuhören. Ich freue mich deshalb, dass ich die zweite Jugendeinrichung auszeichne und das Gütesiegel 'Rauchfreie Jugendeinrichtung' übergeben kann. Die Jugendlichen wurden bei der Erarbeitung der Konzeption des Jugendclubs zur Nichtrauchereinrichtung intensiv einbezogen. Das Rauchverbot wurde in der Hausordnung fest verankert. In allen Räumen der Jugendeinrichtung besteht ein Rauchverbot auch für die Mitarbeiter. Nur an einer Stelle auf dem Gelände dürfen über 16-Jährige rauchen. Das Anliegen, rauchfrei zu bleiben, muss immer wieder neu diskutiert und verteidigt werden. Sie werden es schaffen und andere Jugendeinrichtungen auch. Jedenfalls möchte ich Sie dazu ermutigen."
Kontakte und Links:
AOK-Gesundheitstelefon 01 80/2 65 33 33
www.aok-brandenburg.de (Ratgeber-Forum Rauchen und Nichtrauchen)
www.bildung-brandenburg.de (Gesundheitserziehung an Schulen)
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