Katholische Filial- und Wallfahrtskirche Sankt Kastulus
Für die Restaurierung der Ausstattung der katholischen Filial- und Wallfahrtskirche Sankt Kastulus in St. Kastl (Markt Reichertshofen, Landkreis Pfaffenhofen a.d. Ilm, Regierungsbezirk Oberbayern ) hat Kunstminister Thomas Goppel für das Jahr 2005 einen Zuschuss von 75.000 Euro aus dem Entschädigungsfonds für Denkmalpflege bewilligt.
16.11.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstMit dem Zuschuss für das Jahr 2004 wurden insgesamt 360.000 Euro genehmigt. Der Entschädigungsfonds wird gemeinsam vom Freistaat Bayern und den Kommunen getragen.
Die barocke Ausstattung der spätgotischen Saalkirche Sankt Kastulus stammt im Wesentlichen aus dem letzten Drittel des 17. Jahrhunderts. Im Zentrum steht der 1671 geschaffene Hochaltar mit Weinranksäulen, Sprenggiebel und Auszug. Die Hochaltarfiguren stammen vom Vorgängeraltar aus der Zeit um 1500; ebenso die Muttergottes mit Jesusfigur und die Assistenzfiguren der hll. Ulrich und Wolfgang im nördlichen Seitenaltar sowie im südlichen Seitenaltar eine Figur des hl. Sebastian und die Assistenzfiguren Johannes und Paulus. Das Altargemälde stellt das Martyrium des Kirchenpatrons St. Kastulus dar. Im Altar ist ein klassizistischer Tabernakel überliefert. Beachtenswert sind auch die fünf großen Votivtafeln an den Seitenwänden (vier davon in Scheibenform). Die älteste ist mit 1686 datiert. Altäre, Skulpturen, Kruzifix und Votivgemälde bilden ein bedeutendes Ausstattungs-Ensemble, das auch die bewegte Geschichte der Wallfahrtskirche widerspiegelt.
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