"Keine neuen Fächer in den Klassen 1 bis 7"

Kultusministerin Schavan erteilt Forderung der Grünen nach zusätzlichem Ethikunterricht Absage / Einübung in ethische Grundhaltungen zentrale Aufgabe der Schulen in allen Fächern / Keine Gleichstellung von Ethikunterricht mit Religionsunterricht

03.05.2005 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Kultusministerin Dr. Annette Schavan lehnt die alle Jahre wieder erhobene Forderung der Grünen nach Ethikunterricht ab Klasse 1 der Grundschule erneut ab. Auch der damit verbundenen geforderten Gleichstellung von Ethikunterricht und Religionsunterricht erteilt das Ministerium eine klare Absage.

"Nicht erst seit der Einführung der neuen Bildungspläne ist die Einübung in ethische Grundhaltungen zentrale Aufgabe öffentlicher Schulen, die in allen Fächern Prinzip sein muss. Wir setzen dabei auf einen integrativen Ansatz. Orientierung und Werte dürfen nicht vorrangig in Verbindung mit einem neuen Fach in den Klassen 1 bis 7 diskutiert werden. Wir wollen gerade in der Grundschule keine neuen Fächer", so Annette Schavan.

Die Ministerin lehnt auch die Gleichstellung von Religionsunterricht und Ethikunterricht ab: "Der konfessionsgebundene Religionsunterricht hat einen Verfassungsrang, der nicht mit einem allgemeinen Werteunterricht gleichgesetzt werden kann."


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