Kulturhauptstadt Europas 2010
Mit Bedauern hat Bayerns Kunstminister Thomas Goppel zur Kenntnis genommen, "dass sich die Jury vom Regensburger Angebot nicht überzeugen ließ". Goppel: "Wer Regensburg wirklich kennt, weiß, dass es nicht nur zweifellos eine der geschichtsträchtigsten und schönsten Städte Europas ist, sondern auch kulturell außerordentlich attraktiv. Diese Erkenntnis soll immerhin voraussichtlich dazu führen, dass Regensburg 2006 ins UNESCO-Weltkulturerbe aufgenommen wird. Es ist schade, dass diese Auszeichnung, die vergleichsweise nur wenig Städte erhalten, nun im Jahr 2010 nicht besonders gefeiert werden kann. Regensburg hätte es verdient."
10.03.2005 Bayern Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Wissenschaft und KunstAls positiv bewertete Goppel die Tatsache, dass sich die Stadt in den letzten Monaten vor allem über ihr Verhältnis zur Kunst der Moderne Gedanken gemacht habe. Diese notwendige, wie inzwischen erfahren auch schwierige Auseinandersetzung sollte nach seiner Überzeugung jetzt nicht zu Ende sein, erklärte der Minister. "Wenn die Regensburger diese Diskussion weiterführen, wird die Bewerbung auf jeden Fall zu einem wichtigen Impuls für die zukünftige Stadtgeschichte."
"Über die Gründe für die Nichtberücksichtigung von Regensburg spekulieren wir nicht", sagte Goppel. "Die gute Chance für Regensburg, die Donau in Verbindung mit Ungarn zur besonderen europäischen Verbindungsachse werden zu lassen, ist leider für 2010 vertan. Das muss jetzt Linz, die oberösterreichische Landeshauptstadt, für uns mit übernehmen."
Keine Kommentare vorhanden