Kultusminister Busemann verleiht Schülerfriedenspreis
Der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann hat heute den Schülerfriedenspreis für das Jahr 2004 verliehen. Mit diesem Preis werden Leistungen gewürdigt, die das Zusammenleben mit Fremden fördern, die Völkerverständigung verbessern, gegen Gewalt vorbeugen und Vorurteile abbauen."Der Grundgedanke besteht darin, dass an unseren Schulen sehr viel Positives geleistet wird. Es kann nicht sein, dass die Medien immer wieder nur von einzelnen spektakulären Fällen von Gewalt an Schulen berichten. Das ist nicht der Normalfall, das ist der Ausnahmefall", sagte der Minister bei der Preisverleihung im Gästehaus der Landesregierung in Hannover.
25.01.2005 Pressemeldung Niedersächsisches KultusministeriumDie Projekte des Wettbewerbs um den Schülerfriedenspreis seien dafür gute Beispiele. "Die stetige Arbeit der Schule ist auf Verständigung, Toleranz, Mitmenschlichkeit und friedliches Zusammenleben angelegt. Diese Tugenden müssen so früh wie möglich gelernt werden, und sie müssen im Alltag gelebt und erprobt werden. Auch hierzu dient der Schülerfriedenspreis", bekräftigte Busemann.
Ein wichtiges Kriterium für die Vergabe des Schülerfriedenspreises ist unter anderem die Wirkung der Initiativen und Aktionen über den engen Bereich der Schule hinaus in die Öffentlichkeit. "So können die Aktionen erst im eigentlichen Sinne politisch sein", stellte Busemann fest.
Ausgezeichnet wurden folgende Schulen:
Den 1. Preis, verbunden mit einer Prämie von 2.000 Euro, erhält die Goetheschule KGS Barsinghausen für die Idee, eine Geschichtswerkstatt gemeinsam mit den Schülerinnen und Schülern der Partnerschule Lyceum Osolinsky im polnischen Kreisau zu veranstalten. Unter dem Motto "Von und mit Nachbarn lernen" gestalteten sie gemeinsam eine Gedenkfeier zum Jahrestag des Kriegsbeginns. Während der Veranstaltung gab es eine Diskussionsrunde mit dem niedersächsischen Ministerpräsidenten Christian Wulff und dem polnischen Ministerpräsidenten Marek Belka.
Den 2. Preis, verbunden mit einer Zuwendung von 1.000 Euro, erhält das Gymnasium Am Fredenberg in Salzgitter für das Projekt "Nationalsozialismus in Salzgitter". Die Schülerinnen und Schüler des Leistungskurses Kunst und des Grundkurses Geschichte besichtigten die Gedenkstätte im Stahlwerk Drütte und den Friedhof Jammertal. Ihre Gedanken zu Gewalt und Terror verarbeiteten sie in künstlerischer Weise. Es entstanden 14 Arbeiten unter dem Titel "Gedächtnis der Orte", die in einer Ausstellung der Öffentlichkeit vorgestellt wurden.
Jede Schule erhält zusätzlich eine große Wandkarte vom Westermann-Verlag.
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