Kultusminister weist Zahlenspekulationen zur Unterrichtsversorgung zurück

Gegen eine "billige Stimmungsmache hinsichtlich der Unterrichtsversorgung" hat sich der Niedersächsische Kultusminister Bernd Busemann verwahrt. "Es besteht überhaupt kein Anlass, ein Schreckensszenario in die Welt zu setzen", sagte Busemann heute in Hannover. Ihn befremde außerdem, dass bereits "willkürlich mit Zahlen herumspekuliert" werde, obwohl für das am 1. Februar beginnende zweite Schulhalbjahr noch keine Datenbasis vorhanden sei.

31.01.2005 Pressemeldung Niedersächsisches Kultusministerium

Fakt sei, dass die Unterrichtsversorgung in Niedersachsen nicht zuletzt wegen der 2.500 zusätzlichen Lehrerstellen seit dem Regierungswechsel gegenüber 2002 deutlich verbessert werden konnte. Trotz gestiegener Schülerzahlen sei auch eine verbesserte Lehrer-Schüler-Relation erreicht worden. "Am letzten Erhebungsstichtag 1. November 2004 betrug die durchschnittliche rechnerische Unterrichtsversorgung 101,0 Prozent. Allerdings besteht in der Tat angesichts der üblichen Pensionierungszahlen ein regelmäßiger Bedarf für Neueinstellungen", stellte Busemann fest. Schließlich seien insgesamt mehr als 80.000 Lehrkräfte auf rund 69.000 Planstellen im Niedersächsischen Schuldienst tätig.

"Weil es unser vorrangiges Ziel ist, jeweils zum Schuljahresbeginn im Sommer alle Planstellen zu besetzen, kommt es in der Schuljahresmitte zu Streckungen bei der Lehrereinstellung. Gleichwohl werden auch jetzt gut 150 Lehrerstellen neu besetzt. Zusätzlich werden für längerfristige Vertretungen Feuerwehrmittel mobilisiert", machte Busemann deutlich.

Busemann abschließend: "Vorbehaltlich der im Laufe des Februar von den einzelnen Schulen eingehenden Daten wird die Unterrichtsversorgung über 99 Prozent liegen".


Schlagworte

Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden