Kultusministerin Wolff fördert musikalisches Leben an Schulen
Musik zu einem wesentlichen Bestandteil des gesamten Schullebens zu machen, ist Ziel des Projekts "Musikalische Grundschule", das das Hessische Kultusministerium in Zusammenarbeit mit der Bertelsmann-Stiftung zum Schuljahr 2005/06 startet. An zunächst 21 Grundschulen sollen fächerübergreifend musikalische Elemente fest im Schulalltag verankert und Schülerinnen und Schüler mit der gesamten Bandbreite musikalischen Erlebens vertraut gemacht werden.
13.04.2005 Hessen Pressemeldung Hessisches Kultusministerium"Wissenschaftliche Studien zeigen, wie positiv sich Musikerziehung auf die individuelle Entwicklung von Kindern auswirkt und ihre Kreativität und Lernmotivation steigert", erklärte Kultusministerin Karin Wolff. "Dieses bundesweit einmalige Projekt ist eine weitere wichtige Initiative zur Förderung des musikalischen Lebens an hessischen Schulen."
Die "Musikalische Grundschule" soll Kinder darin unterstützen, ein Instrument für sich zu entdecken, mit anderen zu singen, zu musizieren und zu tanzen. Gleichzeitig sollen die Schülerinnen und Schüler lernen, Klänge, Geräusche und Stille bewusster wahrzunehmen und spielerisch-experimentell mit Tönen und Alltagsgeräuschen umzugehen. Auch der Rhythmus von Sprache, die musikalische Umsetzung von Farben oder der Bau von Klanginstallationen können Gegenstand des Unterrichts sein. "Das eigene Musizieren ist der beste Weg, um einen wirklichen Zugang zur Musik zu finden", hob die Ministerin hervor. "Wer selber ein Instrument spielt, hört aufmerksamer und genauer zu und erlebt Musik intensiver und bewusster."
Musiklehrerinnen und -lehrer der beteiligten Grundschulen erhalten in regelmäßigen projektbegleitenden Fortbildungsveranstaltungen Anregungen, wie ihre Kolleginnen und Kollegen die inhaltliche und methodische Einbindung musikalischer Elemente im Unterricht umsetzen können.
Die Bertelsmann-Stiftung unterstützt die "Musikalischen Grundschulen" mit Sachmitteln für die Fortbildung und beteiligt sich an der wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung des Projekts. Für die erste Erprobungsphase im kommenden Schuljahr können sich interessierte Schulen noch bis Ende April bei den Staatlichen Schulämtern bewerben. Eine zweite Erprobungsphase, für die weitere 21 Grundschulen gesucht werden, beginnt zum Schuljahr 2006/07.
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