LEARNTEC 2006: Mobilität hört bei Bildung nicht auf

Mobilität gewinnt in der Lebensgestaltung des modernen Menschen eine wachsende Bedeutung. Dies um so mehr, als in immer stärkerem Maße die strikte Trennung zwischen Berufsleben und Freizeit verschwimmt. Die berufliche Qualifizierung muss stärker mit den Bedürfnissen von Arbeitnehmern und Wirtschaft verzahnt werden und sieht sich daher der deutlichen Forderung nach modernen und vor allem mobilen Lern- und Bildungskonzepten gegenüber.

07.02.2006 Pressemeldung

Der Fortschritt in der Informations- und Kommunikationstechnologie macht es heute möglich, "Mobile Learning"-Konzepte methodisch und technologisch mit einem überschaubaren Aufwand umzusetzen. Abgestimmt auf die arbeitsbegleitenden Lernprozesse werden im geschäftlichen Alltag heute mobile Geräte wie Handys, Smartphones und PDAs genutzt, um Nachrichten zu empfangen, zu senden und Informationen abzurufen.

Erfolgreiche Integration mobilen Lernens

"Mobile Learning" ist dabei weit mehr als ein neues Attribut, sondern ein Ausdruck der vernetzten Kultur, die nicht nur im beruflichen Bereich Einzug gehalten hat. Mit mobilen und interaktiven Medien ergeben sich neue Möglichkeiten für die ortsunabhängige und flexible Nutzung von Lernangeboten. Lernende, die keinen Zugriff auf einen PC haben, können erreicht werden, und das Lernen zwischen Arbeitszeit und Freizeit wird ermöglicht.

Mobile Learning hilft, Leerlaufzeiten, wie etwa die Wartezeit am Flughafen, sinnvoll zu nutzen. Mit den entsprechenden PDAs oder Smartphones können Manager, die unter notorischem Zeitmangel stehen, die Zeit für kleine Fortbildungseinheiten nutzen. Besonders interessant ist die Nutzung im Außendienst und im Servicebereich für arbeitsprozessbegleitende Beratung und Information.

Mobile Learning ist mehr als nur E-Learning für unterwegs: "Entscheidend ist, welche Potenziale das mobile Lernen bietet", betont Oliver Pincus, Geschäftsführer der afelio GmbH und Initiator der "mobilelearningarena" auf der LEARNTEC 2006. Nach seiner Meinung geht die Diskussion oft zu sehr von den technischen Features der Geräte aus. "Doch Bildungsverantwortliche und Entscheidungsträger in den Unternehmen müssen sich erst darüber klar werden, welche Ziele sie verfolgen, bevor sie sich damit auseinandersetzen, ob sie diese Ziele besser mit einem Smartphone, PDA oder Laptop erreichen."

Bildungsverantwortliche sind gefordert, innovative Lernarrangements zu gestalten und mobiles Lernen in vorhandene Infrastrukturen zu integrieren. Bereits heute kann mobiles Lernen Präsenztrainings und E-Learning-Angebote sinnvoll ergänzen.

Warum mobil lernen?

Wenn mobile Dienste und Geräte zum Lernen eingesetzt werden, kann der Lernprozess durch den Einsatz der Technologie sinnvoll unterstützt werden. Mobiles Lernen definiert nicht das Lernen neu, sondern bietet neue Lösungen für Lernarrangements an. Mit der zunehmenden Verbreitung mobiler Dienste und Geräte wird es möglich, mobiles Lernen problemlos als Zusatzangebot auf vertraute und bereits vorhandene Plattformen zu bringen.

Themen für mobiles Lernen

Mobiles Lernen bietet sich dabei für Mitarbeitergruppen an, die bereits für andere Zwecke mit mobilen Geräten ausgestattet sind, wie etwa Außendienst- oder Service-Mitarbeiter. Hier sind die notwendigen Voraussetzungen wie Geräte und Kenntnisse im Umgang bereits gegeben. Wer aufgrund seiner Tätigkeit keinen Zugang zu einem PC hat – wie etwa gewerbliche Mitarbeiter, Pflegedienste oder "Facility Manager" – kann von mobilen Lernangeboten besonders profitieren.

Auf der LEARNTEC – 14. Internationaler Kongress und Fachmesse für Bildungs- und Informationstechnologie –, vom 14. bis 16. Februar 2006 im Kongresszentrum Karlsruhe, präsentieren Fachleute Beispiele aus der Praxis und zeigen in der "mobilelearningarena", was mobiles Lernen bedeutet, welche Geräte und Dienste es gibt und wie sich mobile Konzepte in die betriebliche Bildung einbinden lassen. Dies gilt insbesondere mit Blick darauf, dass die Bereiche des Lernens und des Arbeitens zunehmend überlappen und die Grenzen zwischen mobilen Lernen und mobilen Arbeiten zunehmend verschwimmen. Deshalb widmet sich die LEARNTEC in einem weiteren Themenforum am 16. Februar 2006 dem Zukunftsthema "Mobile Working".

Themenforen im Rahmen der Fachmesse

Deutsche und internationale Erfahrungen in Mobile Learning Projekten – Vision und Wirklichkeit

Mittwoch, 15. Februar 2006, 10.00–12.30 Uhr, Kongresszentrum Karlsruhe – Stadthalle, Weinbrenner-Saal

E-Learning Werkstatt: Mobiles E-Learning – von der Produktion zur Distribution

Mittwoch, 15. Februar 2006, 14.00–17.00 Uhr, Kongresszentrum Karlsruhe – Stadthalle, Weinbrenner-Saal

"mobilelearningarena"

15. Februar 2006, 14.00–16.00 Uhr, Gartenhalle, Stand 400

Mobiles Lernen per Handy in der Praxis

Uwe Weinreich, Weinreich Unternehmensberatung, Oldenburg

Microlearning

Hagen Graf, machm-it.org e.V., Ausleben

Einfach & handlich: Handylearn

Karsten Meier, handylearn-projects, Hamburg

Schau´n wir mal... Kurzfilme im E-Learning

Dr. Barbara Kamp, Methode Film, Bad Vilbel

Informationssysteme und Datenbanken Mobile Learning im Fernstudium – Einsatzszenarien und erste Erfahrungen

Birgit Feldmann, FernUniversität Hagen

MoKEx: Mobile Knowledge Experience

Prof. Dr. Knut Hinkelmann/Prof. Dr. Johannes Magenheim, MoKEx-Konsortium, Solothurn

M-Learning leicht gemacht – mobile Lernangebote ohne technisches Wissen entwickeln

Maciej Kuszpa, FernUniversität Hagen

Mobile Working

Donnerstag, 16.02.2006, 14.00-17.00 Uhr, Gartenhalle, Stand 400

Mobile Arbeits- und Geschäftswelten aus Anwendungssicht – Auf dem Weg zur "E-Mobility-Community"

Welf Schröter, Forum Soziale Technikgestaltung, Stuttgart

Mobile Infosysteme im Bankwesen

Wolfgang Wild, HYPO Bildung, Wien

Wissensmanagement in der mobilen Prozessunterstützung

Dr. Dirk Balfanz, map-forum, Darmstadt

"mobile maintenance" - Unterstützung für den technischen Außendienst

Andri Kopperschmidt/ Boris Postler, DB Telematik GmbH, Eschborn

Mobile Zusammenarbeit in Echtzeit

Dr. Andreas Schweinbenz, Netviewer GmbH, Karlsruhe

Mobile Geschäftsabläufe im Mittelstand

Alexander Kolbai, eXXternity, mobile business solutions GmbH, Stuttgart

LEARNTEC 2006

Die LEARNTEC, gegründet 1992, ist die älteste und größte Kongressmesse für den Einsatz von Informations- und Bildungstechnologie in Lehr- und Lernprogrammen sowie für die Wissensakquise, -dokumentation und -verwaltung. Die LEARNTEC bringt Entscheider und Praktiker aus Politik, Wirtschaft und Hochschule zusammen. Ein hochwertiges Kongressprogramm zeigt strategische Leitlinien in Wirtschaft sowie Hochschulen auf und bringt mit Fallstudien konkrete Anregungen für die Integration von E-Learning in Geschäftsprozesse. Kongress und Messe sind räumlich und inhaltlich eng verzahnt. Für die im Kongress diskutierten Konzepte und Case Studies finden die Besucher auf der Fachmesse die passenden Lösungen und Produkte.


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