Mehr lesen mit Antolin
(bikl) Was vor einigen Jahren als Privatprojekt eines Lehrers begann, ist unterdessen kaum aus den Grundschulen wegzudenken: [www.antolin.de](http://www.antolin.de) - die Internetplattform zur Leseförderung. 25.000 Lehrerinnen und Lehrer und 600.000 Schülerinnen und Schüler arbeiten mittlerweile mit Antolin. Das Angebot wird auch in Österreich, in der Schweiz, in ganz Luxembourg und an deutschen Schulen im Ausland genutzt.
12.01.2006 ArtikelDie Idee ist einfach und überzeugend: Unter den angebotenen Buchtiteln wählen Kinder das Buch aus, das sie gern lesen möchten und beantworten nach der Lektüre auf der Website Fragen dazu. Ihre Antworten werden in einer Datenbank dokumentiert – so erhalten die Lehrer detaillierte Informationen über die Leseleistungen und Interessensschwerpunkte, aber auch mögliche Defizite der einzelnen Schüler werden erkannt.
Im Sommer vergangenen Jahres wollte der Schroedel Verlag, der die Plattform betreibt, von den Lehrkräften wissen, ob und wie dieses Angebot die Leseleistung der Schüler tatsächlich unterstützt.
90 Prozent lesen mehr
Die Antworten waren eindeutig: 90 Prozent der Grundschüler – so die Auswertung - lesen mit Antolin mehr als vorher, 60 Prozent lesen sogar mindestens doppelt so viel. Und 15 Prozent aller Kinder fangen erst mit Antolin an zu lesen.
Auch das Sinn entnehmende Lesen wird von Antolin unterstützt, erklärten 90 Prozent der befragten Lehrkräfte in der Primarstufe und 45 Prozent meinten, dass dies den Schülern sehr viel leichter falle als vorher.
Auch ältere Schüler profitieren
In der Sekundarstufe, wo Antolin an Gesamt-, Real-, Hauptschulen und Gymnasien eingesetzt wird, bringt Antolin nach Aussagen der Lehrer 80 Prozent der Kinder und Jugendlichen dazu, mehr zu lesen als vorher. Und 15 Prozent aller Schüler motiviert Antolin, mit dem Lesen zu beginnen. Das heißt: Auch leseschwache Kinder dieser Altersgruppe finden über diese Website einen Zugang zu Büchern.
Wichtig: Die Lehrer
„Zum ersten Mal wird bestätigt, dass Antolin ein modernes und wirksames Mittel ist, um die Lesetätigkeit und die Lesefreude anzuregen, erklärt der „Vater“ und Herausgeber von www.antolin.de, Albert Hoffmann. Wobei aber eines nicht vergessen werden dürfe, nämlich „der Lehrer, der mit seinem Engagement wesentlich zu diesem Ergebnis beiträgt." Und natürlich die Autorinnen und Autoren, die regelmäßig mit unterschiedlichen Fragetypen didaktisch sinnvolle Quizfragen zu Kinder- und Jugendromanen entwerfen. Inzwischen finden sich bei Antolin Quizfragen zu knapp 9.000 Kinder- und Jugendbüchern, von Klassikern über englische Texte bis hin zu aktueller deutschsprachiger Literatur.
Auch für Eltern
Der Service von Antolin ist nicht allein auf die Schule beschränkt. Kinder können die Seite von überall her nutzen, zum Beispiel auch von zu Hause, wo sie gemeinsam mit den Eltern nach interessanten Büchern stöbern oder die Quizfragen gemeinsam durchgehen können.
Antolin kann als Einzellizenz, als Schullizenz oder als Schulträgerlizenz abonniert werden.
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