Mete-Ekşi-Fonds e.V.
Der Mete-Ekşi-Fonds lädt alle interessierten Kinder, Jugendlichen und Erwachsenen ganz herzlich ein zur feierlichen Preisverleihung am Samstag, dem 19. November 2005, um 12.00 Uhr. (Ort: Wilhelm–Leuschner–Saal des DGB–Hauses, Keithstr. 1/3, Eingang Kleiststr., 10787 Berlin). Um 15.00 Uhr findet am Gedenkstein für Mete Ekşi auf dem Adenauerplatz eine Kranzniederlegung statt.
10.11.2005 Pressemeldung Gewerkschaft Erziehung und WissenschaftDas Kuratorium des Mete-Ekşi-Fonds - die ehemalige Berliner Ausländerbeauftragte Prof. Barbara John, die Projektleiterin von "Schule OHNE Rassismus-Schule MIT Courage" Sanem Kleff, der Publizist Eberhard Seidel, der Journalist Halil Can und das GEW-Vorstandsmitglied Norbert Hocke - hat entschieden, den mit € 2.000,- dotierten 1. Preis an das Schülernetzwerk MuT zu vergeben. Die Schülerinnen und Schüler aus Marzahn und Hellersdorf werden ausgezeichnet für ihre jahrelange kontinuierliche Arbeit ausgezeichnet. Sie haben in Eigenregie ein System entwickelt, in dem sie in Kooperation mit verschiedenen Institutionen Aktionen durchführen und z. B. Besichtigungen und Ausflüge für andere Schülerinnen und Schüler konzipieren und anbieten.
Die Jugendlichen des Projektes "Protection 05" erhalten den mit € 1.000,- dotierten zweiten Preis. Die jungen Menschen verschiedener Herkunft ließen sich als Konfliktschlichter und Gewaltverhinderer für einen friedlichen 1. Mai in Kreuzberg ausbilden. Sie bewiesen großen Mut sich in der Grauzone zwischen Randalierern und staatlicher Gewalt zu positionieren. Der Erfolg ihres Engagements war auf dem letzten "Myfest" deutlich zu spüren.
Eine Anerkennungsurkunde geht an das Hip-Hop-Projekt "Stop Racism 05" des KinderJugendKulturZentrums der Alten Feuerwache in Kreuzberg. Die bunt gemischte Gruppe hat sich mit Dynamik und Enthusiasmus auf breiter Ebene mit dem Thema Rassismus beschäftigt. Auch Ost-West-Problematik und Sexismus sind Gegenstand ihrer Texte.
Der Mete-Ekşi-Fonds wurde 1992 von der GEW BERLIN und dem Türkischen Elternverein gegründet, um jährlich einen Preis an Kinder und Jugendliche zu vergeben, die sich in besonderem Maße für das friedliche Zusammenleben von Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft in Berlin bemüht haben.
Der Preis erinnert an Mete Ekşi, der am 13. November 1991 im Alter von 19 Jahren an den Folgen einer gewalttätigen Auseinandersetzung zwischen Jugendlichen unterschiedlicher Herkunft, in die er schlichtend eingreifen wollte, starb.
Seit seiner Gründung hat sich der Mete-Ekşi-Preis zu einer festen Einrichtung in Berlin entwickelt. Mittlerweile sind mehr als 60 Kinder- und Jugendgruppen ausgezeichnet worden. Auch nach 14 Jahren zeigt sich immer wieder, wie aktuell die Themen Rassismus und Diskriminierung in Berlin noch sind. Wir freuen uns über das anhaltende Interesse an dem Preis und die kontinuierliche Unterstützung des Fonds u.a. durch LehrerInnen, ErzieherInnen, politisch Verantwortliche und die Medien. Ganz besonders freut uns natürlich das Interesse der engagierten Kinder und Jugendlichen
Der Mete-Ekşi-Fonds e.V. wird gefördert vom Bildungs- und Förderungswerk der GEW und der GEW BERLIN.
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