Minister Pinkwart beglückwünscht Dortmunder Unternehmen zu innovativem Mikrotechnik-Projekt
Innovationsminister Prof. Andreas Pinkwart hat heute das Dortmunder Unternehmen HL Planartechnik besucht, das im Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet prämiert worden ist.
06.06.2006 Nordrhein-Westfalen Pressemeldung Ministerium für Innovation, Wissenschaft und Forschung des Landes Nordrhein-WestfalenIn Kooperation mit der Universität Bielefeld entwickelt HL Planartechnik ein Verfahren, mit dem die Empfindlichkeit von Magnetfeldsensoren erheblich gesteigert werden kann. Ein Einsatzgebiet solcher Sensoren ist zum Beispiel - in Verbindung mit einem GPS-System - die Orientierung nach Position (GPS) und Richtung (Sensor-Kompass) in Mobiltelefonen. "Ich möchte dieses junge, erst 1988 gegründete Unternehmen zu seinem raschen Erfolg und Wachstum im Markt für intelligente Sensoren beglückwünschen", sagte Minister Pinkwart bei der Präsentation des Projekts.
"HL Planartechnik ist ein Unternehmen, das auf einem innovativen Feld agiert. Für den Erfolg eines solchen Unternehmers im globalen Wettbewerb ist es entscheidend, wie früh es erkennt, in welchen Entwicklungen sich das größte Potenzial verbirgt", betonte Pinkwart. Die Firma HL Planar habe zu einem Zeitpunkt auf den Bereich der Mikrotechnologie gesetzt, als noch nicht absehbar war, dass Dortmund sich zu einem Mikrotechnologie-Cluster entwickeln würde.
"Dortmund hat schon vergleichsweise früh auf intelligente Strategien für den Strukturwandel gesetzt", sagte Pinkwart. Das Ergebnis: In Dortmund hat sich ein Cluster von Unternehmen der Mikrostrukturtechnik und Mikroelektronik gebildet, das bis Ende 2004 bereits 25 Unternehmen mit 1700 Beschäftigten umfasste. Durch die in diesem Umfeld neu entstandenen Mikroelektronik-, Software-, Medien- und Telekommunikationsunternehmen wurden mehrere Tausend Arbeitsplätze geschaffen, wie auch eine Studie des Rheinisch-Westfälischen Instituts für Wirtschaftsforschung (RWI) aus dem vergangenen Jahr anerkennend hervorhebt.
Ziel des Projekts von HL Planar, das nun im Rahmen des Zukunftswettbewerbs Ruhrgebiet aus Mitteln des Landes und der EU gefördert wird, ist es, die Produktion von hochleistungsfähigen Magnetsensoren auch in Kleinserien zu ermöglichen. Das Vorhaben stellt hohe Anforderungen an das interdisziplinäre Know-how aus der Mikrosystemtechnik über die Chemie, Werkstoffkunde und Halbleiterphysik hin bis zur Maschinen- und Anlagenbautechnik. Das Projekt zeigt beispielhaft, wie verschiedene Technologiebereiche ineinander greifen. So ist ein wesentlicher Baustein die Optimierung von Werkstoffeigenschaften durch die gezielte Beeinflussung von Strukturen im Nanometerbereich.
Im Zukunftswettbewerb Ruhrgebiet sind in den vergangenen sechs Jahren von rund 600 Anträgen circa 100 Projekte ausgewählt worden. Das Land und die EU haben mit rund 60 Millionen Euro für Kooperationen zwischen Wirtschaft und Wissenschaft gefördert, die zu innovativen und zugleich marktfähigen Produkten, Verfahren und Dienstleistungen geführt haben.
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