Neues Kreisgymnasium in Neuenburg am Rhein eingeweiht
"Investitionen in Bildung sind Investitionen in die Zukunft der nächsten Generation." Mit diesen Worten hat Kultusministerin Dr. Annette Schavan am Freitag das neue Kreisgymnasium in Neuenburg am Rhein (Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald) offiziell eingeweiht. Der vom Land mit vier Millionen Euro geförderte Neubau sei "ein Signal für Aufbruchstimmung und Optimismus", sagte Schavan.
15.07.2005 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-WürttembergDie Ministerin bezeichnete das Schulkonzept des Gymnasiums als "modern und zukunftsweisend". Es stelle die Erziehungspartnerschaft zwischen Elternhaus und Schule in den Mittelpunkt. "Eine gute Zusammenarbeit zwischen Eltern, Lehrerinnen und Lehrern sowie der Schulleistung ist eine der wichtigsten Voraussetzungen erfolgreicher Schulentwicklung", betonte Schavan. Sie würdigte das gemeinsame Engagement von Eltern und Lehrkräften. Dazu zähle das in einem Workshop erarbeitete Schulkonzept ebenso wie der außergewöhnliche Beitrag der Eltern zur Gestaltung des schulischen Lebens. Deren Mitwirkung bei der Organisation des Mittagessens und bei schulischen Veranstaltungen sei "vorbildhaft".
Die Öffnung der Schule in das außerschulische Umfeld sei ebenfalls ein wichtiger Schritt, um eine zukunftsweisende Schulkultur zu etablieren. Die Zusammenarbeit mit örtlichen Vereinen und städtischen Einrichtungen, die enge Verbindung mit den Nachbarschulen sowie die Länder übergreifenden Schulpartnerschaften und Austauschprogramme mit Frankreich, Großbritannien, Spanien und den osteuropäischen Staaten seien ein Markenzeichen des Gymnasiums. Die Ministerin hob besonders hervor, "dass im Schulkonzept die Wertevermittlung als Fächer übergreifende Aufgabe verankert worden ist". Das Gymnasium in Neuenburg setze damit ein "Zeichen" gegen Beliebigkeit und falsch verstandene Modernität. Schavan weiter: "Die wirksamste pädagogische Kategorie bleibt das Vorbild. Erwachsene tragen Verantwortung dafür, dass Kinder und Jugendliche zu Vertrauen und Selbstbewusstsein, zu Bildung und Erziehung kommen." In keiner öffentlichen Institution sei das Interesse der Generationen aneinander so wichtig und notwendig wie in der Schule. "Wir brauchen wieder Freude an den Talenten und Leistungen von Kindern und Jugendlichen und die Zuversicht in die positive Veränderbarkeit dessen, was noch besser werden kann", so Schavan.
Das Kreisgymnasium Neuenburg am Rhein ist als offene Ganztagesschule mit bis zu drei Klassenzügen und einer Schülerzahl von 650 geplant. In der fünften Klasse wird die Grundschulfremdsprache Französisch fortgeführt und mit Englisch begonnen. Ab der achten Klasse haben die Schülerinnen und Schüler die Wahl zwischen naturwissenschaftlichem und sprachlichem Profil. Im Sprachenzug kommt Spanisch als dritte Pflichtfremdsprache hinzu. Die Baukosten für das neue Kreisgymnasium Neuenburg am Rhein belaufen sich auf insgesamt rund 13,6 Millionen Euro. Der Landkreis Breisgau-Hochschwarzwald übernahm acht Millionen Euro, die Stadt Neuenburg am Rhein beteiligte sich mit einer Million Euro und das Land gab Zuschüsse in Höhe von vier Millionen Euro. Aus dem Programm "Zukunft Bildung und Betreuung" des Bundes kamen 595.000 Euro als Zuschuss für die Einrichtung einer Cafeteria, einer Verteilerküche und eines Werkraumes hinzu.
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