Raubkunst-Tagung in Hannover
Am 7. September fand im Niedersächsischen Landesmuseum unter dem Titel "Verantwortung wahrnehmen" eine Tagung statt. Sie diente der Fortbildung und dem Erfahrungsaustausch in Fragen der Ermittlung und Dokumentation von Kulturgutverlusten und Fremdbesitz aus der Zeit des Nationalsozialismus und des Zweiten Weltkrieges. Die Veranstaltung wurde gemeinsam vom Museumsverband für Niedersachsen und Bremen e.V., dem Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur und der Magdeburger Koordinierungsstelle für Kulturgutverluste ([www.lostart.de](http://www.lostart.de)) vorbereitet.
09.09.2004 Sachsen-Anhalt Pressemeldung Kultusministerium des Landes Sachsen-AnhaltMehr als fünfzig Teilnehmende aus Museen, Bibliotheken und Archiven wurden durch Dagmar von Reitzenstein vom Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur begrüßt. Hans-Walter Keweloh, Vorsitzender des Museumsverbandes für Niedersachsen und Bremen e.V., betonte in seiner Eröffnungsansprache, daß die Suche nach sogenannter Raubkunst in den Sammlungsbeständen von immer mehr Einrichtungen aufgenommen werde. "An Diebesgut kann man grundsätzlich kein Eigentum erwerben", so Keweloh.
Einen Schwerpunkt der Erörterungen bildeten Methoden der Ermittlung und der öffentlichen Dokumentation von "Fremdbesitz-Objekten", also von Zugängen geraubten Kulturgutes während und nach der NS-Zeit. Dabei wurden Modelle der Veröffentlichung in der Internet-Datenbank www.lostart.de ebenso vorgestellt wie Möglichkeiten des Umgangs mit Anspruchstellungen und mit belasteten Werken in speziellen Ausstellungen.
Keine Kommentare vorhanden