„Schüler werden nach unten durchgereicht"

(bikl) Niemand, der sich ernsthaft mit der Zukunft der Bildung befasse, könne davon ausgehen, dass Deutschland im Jahr 2020 noch ein derart strukturiertes Bildungssystem hätte, erklärt Andreas Schleicher heute in der Frankfurter Rundschau. „Die Dreigliedrigkeit ist Ausdruck eines Systems, das Verantwortung abwälzt“, so Schleicher wörtlich.

04.04.2006 Artikel
  • © Messe Stuttgart

Die erfolgreichen Bildungssysteme hingegen hätten zum Ziel, Schülern durch individuelle Förderung Perspektiven für die eigene Gestaltung ihrer Zukunft zu eröffnen. Bei uns hingegen fragten sich viele Gymnasiallehrer gar nicht, wie sie einen schwachen Schüler fördern könnten. „Stattdessen glauben sie, sie machen den richtigen Unterricht und haben nur die falschen Schüler. So werden die Schüler nach unten durchgereicht.“

Lehrer müssten mit der Verschiedenheit der Schüler konstruktiv umgehen, auf jeden Einzelnen reagieren. Eine Chance dazu, so Schleicher, böten die Ganztagsschulen, weil sich dort ein ganz anderes Arbeitsklima entwickele.

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Frankfurter Rundschau


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