Schulministerin besucht Internationales Centrum für Begabungsforschung
Bei ihrem Besuch im Internationalen Centrum für Begabungsforschung an der Universität Münster (ICBF) hat Schul- und Jugendministerin Ute Schäfer heute eine positive Bilanz der bisherigen Zusammenarbeit im Bereich der Begabungsförderung gezogen. Gleichzeitig wurde eine Ausweitung der Kooperation mit besonderem Blick auf die Förderung leistungsschwacher Schülerinnen und Schüler in zwei regionalen "Runden Tischen" vereinbart.
22.12.2004 Pressemeldung Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-WestfalenIn den letzten Jahren seien in Nordrhein-Westfalen eine Vielzahl von Maßnahmen zur Begabungsföderung auf den Weg gebracht worden. Im Zentrum der Arbeit in den Schulen stehe dabei, alle Kinder und Jugendlichen nach ihren eigenen Fähigkeiten optimal zu fördern und zu fordern. "Schülerinnen und Schüler sollen durch zusätzliche Angebote dort herausgefordert werden, wo ihre Stärken liegen, und dort Hilfe erfahren, wo es Lernschwierigkeiten gibt", sagte die Ministerin. Das Internationale Centrum für Begabungsforschung hat die Koordination und Realisierung zahlreicher Projekte mit wissenschaftlicher Expertise begleitet: zum Beispiel die Internetplattform "chancen-nrw", die im Februar ins Netz gestellt wurde und Hintergrundinformationen und Ansprechpartner zur Begabungsförderung liefert, oder das "Forder-Förder-Projekt" an Grund- und weiterführenden Schulen in Münster, mit dem Schülerinnen und Schüler individuelle Unterstützung bei ihren Stärken und Schwächen erfahren. Darüber hinaus ergänzt das ICBF die Fortbildungsangebote des Landes zum Beispiel durch Fachtagungen und die Qualifizierung von Lehrerinnen und Lehrern sowie Erzieherinnen und Erziehern.
"Zahlreiche Untersuchungen belegen, dass Begabung rechtzeitig erkannt werden muss und dass es einer geeigneten Lernumgebung bedarf, um Begabung auch in Leistung umsetzen zu können. Dies noch stärker ins öffentliche Bewusstsein zu bringen, ist ein gemeinsames Anliegen", sagte die Ministerin in Münster. Sie machte deutlich, dass die Förderung von Lernschwachen und die Förderung von Lernstarken sich nicht ausschließen, sondern zwei Seiten der einen Medaille "Bildung" sind. Und in beiden Fällen sei "individuelle Förderung" der Schlüssel zum Erfolg. Die Zusammenarbeit mit dem ICBF trage wesentlich dazu bei, zusammen mit dem Landesinstitut für Schule und den Bezirksregierungen konkrete und effektive Hilfsangebote für Lehrkräfte und Jugendliche zu entwickeln. Zunächst sollen in zwei Regionen des Landes - gedacht ist an die Emscher-Lippe-Region und Ostwestfalen- Lippe - so genannte "Runde Tische" aufgebaut werden. Sie dienen dazu, bereits bestehende Beratungs- und Unterstützungsstrukturen zur individuellen Förderung auf kommunaler Ebene zu vernetzen. Außerdem soll hier gezielte Einzelberatung von Schülerinnen und Schülern, Lehrerinnen und Lehrern und Eltern angeboten werden - sowohl telefonisch als auch in persönlichen Gesprächen. Darüber hinaus werden Schulen dabei unterstützt, Konzepte zur individuellen Förderung zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren.
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