SEMINAR FÜR LEHRERINNEN UND LEHRER AUS POLEN UND BRANDENBURG
Vom 23. bis 27. Oktober 2005 werden sich Lehrerinnen und Lehrer aus Polen und dem Land Brandenburg im Rahmen einer Fortbildung mit der Frage beschäftigen, wie geheimdienstliche Kontrolle und Repression in der DDR und der Volksrepublik Polen im Unterricht und im Rahmen von Gedenkstättenpädagogik behandelt wer-den können.
19.10.2005 Brandenburg Pressemeldung Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes BrandenburgMit dieser Veranstaltung wird ein binationales Fortbildungsprogramm fortgesetzt, was im vergangenen Jahr in Lublin/Polen erfolgreich begann.
Im Rahmen der diesjährigen Fortbildung sollen Themen und Probleme bei der schulischen Vermittlung der Geschichte der DDR und der VR Polen diskutiert werden. Anhand der Konzeptionen und Angebote einiger außerschulischer Lernor-te, wie des ehemaligen KGB-Gefängnisses Leistikowstraße und der ehemaligen Untersuchungshaftanstalt der Staatssicherheit in Potsdam sowie des Archivs der Stasi-Unterlagen-Behörde (BStU) und der Gedenkstätte Normannenstraße in Ber-lin soll eine Einbeziehung von Gedenkstätten, Archiven und Museen in das Curri-culum thematisiert werden.
Die Lehrerinnen und Lehrer werden mit Bildungsstaatssekretär Martin Gorholt, der Bundesbeauftragten für die Stasi-Unterlagen, Marianne Birthler, und Wissenschaftlern und Vertretern der besuchten Orte diskutieren. Referenten aus Polen werden zur Überwachung des Alltags in der VR Polen und über pädagogische Projekte zu NKWD-Lagern in Polen berichten. In Workshops sollen didaktische Modelle zu den Themen Kontrolle und Repression erarbeitet werden.
Die Fortbildungsveranstaltung setzt die Kooperation zwischen dem MBJS und der BStU fort, die eine Verbesserung des Unterrichtes zur Geschichte der DDR zum Ziel hat. Mit den polnischen Partnern Instytut Pamięci Narodowej (IPN - Institut des Nationalen Gedenkens), Lublin, und dem Lehrerfortbildungsinstitut Wojewódzki Ośrodek Doskonalenia Nauczycieli (WODN) in Lublin soll das Thema in einer binational vergleichenden Perspektive behandelt werden. Das Vorhaben wird von der Stiftung für Deutsch-Polnische Zusammenarbeit (Warschau) unter-tützt.
Für interessierte Journalistinnen und Journalisten gibt es nach Anmeldung die Möglichkeit, an Teilen des Seminars teilzunehmen, um mit den Beteiligten ins Gespräch zu kommen.
Ort: Gedenkstätte Lindenstraße 54
ehemaliges Untersuchungsgefängnis der Staatssicherheit
Lindenstraße 54, 14467 Potsdam
Zeit: Montag, 24.10.2005
14.00 * 15.00 Uhr Zeitzeugengespräch
15.00 * 17.00 Uhr Gespräch mit Staatssekretär M. Gorholt, R. Sielaff (BStU), G. Rüdiger (BStU)
Anmeldung für Journalisten über die Pressestelle der BStU: Tel. 030 2324-7171.
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