VBE begrüßt Kompromiss bei der Altersermäßigung

Der Vorsitzende des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) Baden-Württemberg, Rudolf Karg, begrüßt es ausdrücklich, dass jetzt auch wie­der Lehrkräfte unter 60 Jahren eine Altersermäßigung von einer Stunde pro Woche gewährt bekommen sollen, "auch wenn die Regelung nicht mehr ganz so beschäftigtenfreundlich gehandhabt werden wird wie noch vor fünf Jahren, als bereits Fünfundfünfzigjährige diese wenigstens kleine Entlastung erfahren durften."

11.03.2008 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

An erster Stelle der schulischen Wunschliste stehen bei Lehrern deutlich klei­nere Klassen (derzeit sitzen bis zu 33 Schüler in einer Klasse), dicht gefolgt von dem Bedürfnis nach einer spürbaren Reduzierung der Unterrichtsverpflichtung, da außerunterrichtliche Tätigkeiten der Pädagogen wie das Führen von Bera­tungsgesprächen und die Teilnahme an Fach- und Teamkonferenzen in letzter Zeit überproportional zugenommen haben.

Weil eine Deputatsreduzierung für Lehrer momentan überhaupt nicht in die fi­nanzpolitische Landschaft passe, komme die Gewährung einer Altersermäßi­gung von wenigstens einer Stunde für Kollegen ab 58 Jahren gerade recht, so VBE-Chef Karg, zumal diese Entlastung bis 2003 schon einmal allen Vollzeit­beschäftigten über 55 Jahren gewährt worden und dann im Rahmen rigoroser Sparmaßnahmen dem Diktat des Rotstifts zum Opfer gefallen war.

Da eine Stunde Altersermäßigung ab 58 besser sei als gar keine, begrüße der VBE diesen Kompromiss in Zeiten deutlicher Sparbemühungen der Landes­regierung zugunsten des Haushaltes als ein nicht nur symbolisches Signal, die immense Arbeitsbelastung der Pädagogen wieder durch eine Entlastungsstunde anzuerkennen, versichert Karg. "Nur wenn die Leistungsfähigkeit der Pädago­gen erhalten bleibt, wird auch die Schule leistungsfähig sein. Wenn es den Leh­rerinnen und Lehrern schlechter geht, kann es der Schule insgesamt nicht besser gehen."


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