VBE und Bundeselternrat wollen Bündnis für Erziehung und Bildung

"Es muss endlich Schluss sein mit dem Schwarzen-Peter-Spiel zwischen Lehrern und Eltern" forderte heute in Tutzing der Bundesvorsitzende des Verbands Bildung und Erziehung (VBE) Ludwig Eckinger, Vizepräsident des BLLV. "Bildung und Erziehung jeder Schülerin und jedes Schülers können nur auf der Basis einer wirklichen Partner­ schaft zwischen Elternhaus und Schule gelingen", sagte Eckinger auf der Kooperationstagung von VBE und BLLV mit der Evangelischen Akademie Tutzing zum Thema "Erziehung: Ziehen Eltern und Schule an einem Strang?". Gegenseitige Schuldzuweisungen würden Probleme nur verschärfen und auf Dauer gegenseitige Achtung verhindern, warnte der VBE-Bundesvorsitzende und BLLV-Vizepräsident. "Es ist nicht damit getan, die Sekundärtugenden frisch herauszuputzen und sie für einseitige Angriffe zu missbrauchen."

21.06.2005 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung e.V. (VBE)

Ludwig Eckinger sprach sich auf der Tutzinger Tagung gemeinsam mit dem Vorsitzenden des Bundeselternrates Wilfried Steinert für ein Bündnis für Erziehung und Bildung aus. Ein solches Bündnis sei nötig, betonten Eckinger und Steinert, weil junge Menschen nur mündig würden, wenn sie Vertrauen gegenüber jenen gewännen, die Verantwortung trügen, und wenn ihnen Achtung, Liebe und Geborgenheit vermittelt würden. Das Bündnis für Erziehung und Bildung sollte gemeinsame Zielvereinbarungen zwischen Schülern, Eltern und Lehrern einschließen und auf die Entwicklung einer konstruktiven Gesprächskultur zwischen Schule und Elternhaus zielen.

Bundeselternratsvorsitzender Wilfried Steinert unterstrich: "Eltern und Lehrer sind aufeinander angewiesen, wenn die Bildung und Erziehung jedes Kindes gelingen soll. Dies ist aber keine Notgemeinschaft. Die Zusammenarbeit zwischen Eltern und Lehrern muss von gegenseitigem Respekt und in Achtung vor der Kompetenz des anderen getragen sein." Eckinger und Steinert betonten, weder die Kinder, noch die Eltern und Lehrer dürften beschämt werden.


Keine Kommentare vorhanden

Sie sind derzeit nicht angemeldet. Um Kommentare verfassen zu können, müssen Sie sich vorab bei uns registrieren. Alternativ können Sie sich über Ihren Facebook-Account anmelden.
Anmelden