Zahl der Arbeitslosen weiter gesunken - leicht positiver Trend bei der Förderung der beruflichen Weiterbildung
Die Zahl der Arbeitslosen in Deutschland ist im Juni weiter gesunken. Wie die Bundesagentur für Arbeit (BA) heute in Nürnberg mitteilte, waren 3.160 Millionen Menschen arbeitslos gemeldet. Das waren 123.000 weniger als im Mai.
01.07.2008 Pressemeldung Bundesverband der Träger beruflicher Bildung e.V. (BBB)Gegenüber dem Vorjahr ging die Zahl um 528.000 zurück. Die Arbeitslosenquote lag bei 7,5 Prozent nach 7,8 Prozent im Vormonat. Damit fiel der Wert erstmals seit über 15 Jahren wieder unter die Marke von 3,2 Millionen. Saisonbereinigt ging die Erwerbslosigkeit im Monatsvergleich um 38.000 zurück. Die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt setze sich fort, die Nachfrage der Unternehmen nach Mitarbeitern sei unverändert hoch, sagte der BAVorstandsvorsitzende Frank-Jürgen Weise. Ein Rückgang der Arbeitslosigkeit im Juni sei üblich, in diesem Jahr sei er in etwa so hoch ausgefallen wie im Durchschnitt der vergangenen drei Jahre, fügte Weise hinzu.
Förderung der beruflichen Weiterbildung (FbW)
Nach der heute veröffentlichten Monatsstatistik der BA haben im Mai 34.160 Personen eine geförderte berufliche Weiterbildung begonnen, das sind ca. 5,5 % mehr als im Mai. Differenziert nach den beiden Rechtskreisen setzt sich die Zahl der Neuzugänge folgendermaßen zusammen:
Rechtskreis SGB III: 19.040 Teilnehmer
Rechtskreis SGB II: 15.120 Teilnehmer
Der BBB-Vorsitzende Siegfried Schmauder kommentierte heute die aktuellen Zahlen: "Auch eine leichte Verbesserung ist natürlich erfreulich, allerdings zeigt die Übersicht über die Neuzugänge der vergangenen 18 Monate eines ganz deutlich: Wir brauchen jetzt eine Verstetigung der Förderung. Das Auf und Ab ist für alle Beteiligten von Nachteil."
(s. dazu folgende Grafik)
Die gute Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt sollte nach Ansicht des Bildungsverbandes allerdings nicht für eine weitere Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung genutzt werden. Bei einem unveränderten Beitragssatz von 3,3 Prozent und einer wirtschaftlichen Entwicklung gemäß den Annahmen der Bundesregierung würden der BA Mittel zur Verfügung stehen, die in höherem Umfang für arbeitsmarktpolitische Programme verwendet werden könnten.
Peter Clever: In der Bildung geschieht die eigentliche Sozialpolitik Der stellvertretende Vorsitzende des Verwaltungsrates der Bundesagentur für Arbeit, Peter Clever, äußerte sich heute im Deutschlandfunk folgendermaßen: " …ich glaube, dass wir insgesamt auf einem guten Weg sind und dass die Politik angespornt sein muss, wirklich auf Vollbeschäftigung hin ihre Rahmenbedingungen auszurichten. Das bedeutet für uns: Einstieg in Arbeit, das muss die absolute Priorität haben, und Aufstieg durch Bildung, denn in der Bildung geschieht die eigentliche Sozialpolitik. Da muss mehr getan werden in Deutschland."
Dazu kommentierte der BBB-Vorsitzende Schmauder "Ich stimme mit Herrn Clever in diesem Punkt zu hundert Prozent überein. Der Bildungsverband hält daher die Option, die Überschüsse der BA für mehr arbeitsmarktpolitische Programme, insbesondere Weiterbildung, zu verwenden, für die weitaus bessere als eine weitere Senkung des Beitrages zur Arbeitslosenversicherung".
Keine Kommentare vorhanden