Zu viel Fernsehen macht dick
(bikl/ots) Die Kinder- und Jugendärzte schlagen Alarm: Kinder im Alter zwischen vier und neun Jahren werden um so dicker oder gar fettleibiger (adipös), je mehr sie am Tag fernsehen oder vor dem Computer sitzen.
02.12.2005 ArtikelBesonders gefährdet sind nach den Ergebnissen neuer repräsentativer Erhebungen diejenigen Kinder, die täglich mehr als drei oder vier Stunden am Tag Fernsehen schauen und einen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer haben.
Weil dies für immer mehr Kinder in Deutschland zutrifft, sieht die Deutsche Gesellschaft für Sozialpädiatrie und Jugendmedizin (DGSPJ) dringenden Handlungsbedarf. So hält DGSPJ-Präsident Professor Harald Bode es für dringend erforderlich, bei der Erziehung von Kindern klare Regeln für den Medienkonsum aufzustellen. Die bisherigen erzieherischen Anstrengungen reichen offenbar nicht aus, den ständig ansteigenden Fernsehkonsum von Vorschulkindern oder Schulkindern einzudämmen.
Der Kinder- und Jugendärztliche Dienst der Stadt Köln hatte in Zusammenarbeit mit dem Robert Koch Institut (RKI) Berlin Daten von insgesamt 9.832 Kölner Kindern im Einschulungsalter ausgewertet.
Zentrales Ergebnis: Das Risiko von Kindern, die mehr als vier Stunden am Tag fernsehen, übergewichtig zu werden, ist fast dreimal so hoch wie das Risiko derjenigen Kinder, die weniger als zwei Stunden am Tag vor dem Fernseher sitzen.
Kinder, die ein eigenes TV-Gerät im Zimmer haben, sind ganz besonders gefährdet, später einmal dick zu werden. Jedes fünfte Einschulungskind in Köln, das über einen eigenen Fernseher verfügt, ist übergewichtig. In Familien, in denen Kinder keinen eigenen Fernseher in ihrem Zimmer haben, gilt dies nur für jedes achte Kind.
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