Zum Februar werden 315 frei gewordene Lehrerstellen in Baden-Württemberg neu besetzt

Im Februar 2005 werden voraussichtlich 315 Lehrerinnen und Lehrer ihren Dienst in den baden-württembergischen Schulen neu antreten. Damit werden frei gewordene Stellen mit neuen, jungen Lehrkräften wieder besetzt. Der größte Anteil an Wiederbesetzungen entfällt dabei auf die Grund- und Hauptschulen mit insgesamt 160 Stellen.

14.01.2005 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Laut Schlussbilanz der Lehrereinstellung für das vergangene Jahr, konnte die günstige Prognose von 5000 Neubesetzungen noch übertroffen werden: Mit 5209 Einstellungen im Jahr 2004 erzielte die Schulverwaltung somit eines der besten Ergebnisse der vergangenen Jahre - trotz der angespannten Haushaltslage im Land. Seit 2000 wurden insgesamt über 24000 Lehrerinnen und Lehrer neu eingestellt.

Im Rahmen der jährlichen Neubesetzung der Lehrerstellen an baden-württembergischen Schulen rechnet das Kultusministerium mit rund 3500 frei werdenden Stellen in diesem Jahr. Darüber hinaus stehen 2005 insgesamt 845 neue Stellen zur Verfügung. Damit kann die Kontinuität bei den Lehrereinstellungen mit einer annähernd hohen Zahl wie in den Vorjahren fortgeführt werden.

Die günstigen Prognosen für die Lehrereinstellung in den vergangenen Jahren wurden auch im Jahr 2004 übertroffen, so dass insgesamt 5209 Lehrkräfte eingestellt worden sind. Mit Ausnahme der Sonderschulen lagen die Neubewerberzahlen in allen Schularten unterhalb der Gesamtzahl der Einstellungsmöglichkeiten. Auch in diesem Punkt heben sich die Grund- und Hauptschulen in besonderem Maße hervor: Bei 1901 Einstellungen gab es insgesamt 1213 Neubewerberinnen und Neubewerber. Aus diesem Grunde wurde hier verstärkt auf Altbewerber zurückgegriffen.

Die Folge der Berücksichtigung der Altbewerber ist ein jährlicher Abbau des Altbewerberstandes durch die günstigen Einstellungschancen im öffentlichen Schuldienst. Ohne die Einstellung von Altbewerbern lägen die Soforteinstellungsquoten der Neubewerber, mit Ausnahme des Sonderschulbereichs, rechnerisch bei 100 Prozent.

Die tatsächlichen Einstellungsquoten für Neubewerber betrugen 2004 bei den Grundschulen 82 Prozent, bei den Realschulen 80 Prozent, bei den Sonderschulen 47 Prozent, bei den Fachlehrern zwischen 75 und 92 Prozent, bei den Gymnasien 76 Prozent und bei den beruflichen Schulen 93 Prozent (wissenschaftliche Lehrkräfte) und 91 Prozent (technische Lehrkräfte).

Im Hinblick auf die schulbezogene Stellenausschreibung wurden bei einem Gesamtkontingent von 1100 Stellen bereits bis Ende Mai 921 Lehrerinnen und Lehrer mit einem Stellenumfang von rund 830 Deputaten ausgewählt und im September eingestellt. Zudem wurden 128 Lehrkräfte im Rahmen von Versetzungen innerhalb des Schuldienstes für die ausgeschriebenen Stellen gewonnen. Im Sommer 2004 wurde die schulbezogene Stellenausschreibung erweitert, denn erstmalig konnten die Schulen auch im Nachrückverfahren Stellen direkt ausschreiben, wenn diese, insbesondere durch Absagen von bereits ausgewählten Bewerbern, zunächst nicht besetzt werden konnten. Bei den Ausschreibungen erwies sich ein neu geschaffenes Internetportal bei den Oberschulämtern als sehr hilfreich, denn so konnte die Ausschreibung der Stellen direkt im Netz erfolgen. So konnten weitere 107 Einstellungen bewirkt werden.

Im Bereich der beruflichen Schulen war bei den Einstellungen im Jahr 2004 besonders der hohe Anteil an Direkteinstellungen aus der Wirtschaft auffällig: 218 wissenschaftliche Lehrerstellen wurden derartig besetzt, das macht einen Gesamtanteil von 26 Prozent aus. Insgesamt wurden seit 2000 mehr als 24.000 Lehrerinnen und Lehrer in Baden-Württemberg neu in den staatlichen Schuldienst eingestellt. Trotz angespannter Haushaltslage belegt das Land mit dieser Zahl einen hervorragenden Platz im bundesdeutschen Vergleich.


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