Ausbildungsplatzabgabe gefährdet Arbeit und Ausstattung von Kindergärten

Das geplante Gesetz zur Ausbildungsplatzabgabe gefährdet die Arbeit und die Ausstattung von Kindergärten und anderen Einrichtungen im Bildungsbereich. Darauf weist der Didacta Verband e.V. - Verband der Bildungswirtschaft mit Nachdruck hin. Er fordert die SPD deshalb erneut auf, ihre Pläne für das Berufsausbildungssicherungsgesetz zu verwerfen.

23.04.2004 Pressemeldung Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft

Der Gesetzentwurf der SPD sieht vor, die Umlage nicht nur bei Unternehmen zu erheben, die mehr als zehn Mitarbeiter haben und deren Anteil ihrer Auszubildenden unter sieben Prozent liegt. Vielmehr sollen auch Kommunen und Sozialeinrichtungen zur Kasse gebeten werden, die nicht der Quote entsprechend ausbilden.

Reinhard Koslitz, Geschäftsführer des Didacta Verbandes e.V., befürchtet deshalb erhebliche Konsequenzen für die Unternehmen der Bildungswirtschaft: "Wenn öffentliche und private Träger den Kindergärten weniger Geld zur Verfügung stellen können, ist zu befürchten, dass künftig pädagogische Spielzeuge, Bastelmaterialien und notwendige Einrichtungsgegenstände nicht mehr in ausreichendem Maße beschafft werden können."

Unmittelbar Leidtragende hierbei seien Kinder und ihre Eltern. Letztere müssten nach Einführung der Abgabe ohnehin mit höheren Kosten für die Kindergartenplätze rechnen. "Das bedeutet: Die Eltern werden immer mehr Geld für immer schlechter ausgestattete pädagogische Einrichtungen zahlen", kritisiert Koslitz.

Die Ausbildungsplatzabgabe gefährdet im Übrigen nicht nur die Arbeit und Ausstattung von Kindergärten. Auch Schulen und andere Bildungseinrichtungen in privater und öffentlicher Trägerschaft sind betroffen. Koslitz: "Wenn die Ausbildungsplatzabgabe kommt, steht für deren Ausstattung ebenfalls weniger Geld zur Verfügung und die Qualität der Bildung in Deutschland verschlechtert sich weiter."

Ansprechpartner

Didacta Verband e.V. / Verband der Bildungswirtschaft
Web: http://www.didacta.de

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