Erfolgreiche didacta in Stuttgart
Mit einer lupenreinen Erfolgsbilanz hat die Bildungsmesse didacta am Freitag in Stuttgart ihre Pforten geschlossen. Rund 75.000 Besucher kamen an den fünf Messetagen (28. Februar bis 4. März 2005) nach Stuttgart, um sich über neue Produkte und Dienstleistungen zu informieren. Die 641 Aussteller aus 14 Ländern zeigten sich hoch zufrieden. Die Bildungsdebatte in Deutschland hat dafür gesorgt, dass auch die Bildungsmesse didacta stärker in den Mittelpunkt rückte. Die Aussteller verzeichneten ein gestiegenes Interesse an den angebotenen Innovationen. Auch das Vortrags- und Rahmenprogramm fand großen Zuspruch. Die didacta stellte erneut ihren Anspruch als Europas führende Bildungsmesse unter Beweis: Alle wichtigen Fachbesucherkreise - Pädagogen, Erzieher, Trainer und Entscheidungsträger aus Wirtschaft und Verwaltung – wurden erreicht und viele neuen Kontakte geknüpft. Fazit der Aussteller: Bildung ist ein interessanter Wachstumsmarkt, das Interesse an diesem Thema ist gestiegen, was sich auch in dem Wachstum der Besucherzahlen widerspiegelt. Immerhin waren 39 Prozent der Besucher zum ersten Mal auf der didacta.
04.03.2005 Pressemeldung Didacta Verband e.V. / Verband der BildungswirtschaftEntsprechend positiv fiel die Bilanz der Aussteller aus: Horst Kleinpeter, Präsident des didacta-Verbandes meinte: "In Stuttgart hat alles gepasst. Von der Messe geht eine Aufbruchstimmung für die ganze Bildungsbranche aus". Andreas Baer, Geschäftsführer des Schulbuchverlegerverbandes VdS Bildungsmedien meinte, "wir waren am richtigen Ort zum richtigen Zeitpunkt. Die Bildungsplanreform in einigen Bundesländern hat für viel Diskussionsstoff auf der Messe gesorgt". Harald Grosch von Wehrfritz betonte, "es sind viel mehr Besucher gekommen, als wir erwartet hatten". Achim Beicht von Conen ergänzte, "wir konnten die Nachfrage der Fachbesucher kaum bewältigen. Eine hervorragende Messe". Fritz Eisele von Festo sagte: "Es war höchste Zeit, dass die didacta wieder einmal in Stuttgart stattfand. Mir war von Anfang an klar, dass es in diesem wirtschaftlichen Umfeld eine sehr gute didacta geben wird". Auch im Weiterbildungsbereich herrschte gute Stimmung. Bernhard S. Laukamp vom Dachverband der Weiterbildungsorganisationen sagte, "alle sind sehr zufrieden. In Stuttgart haben wir das beste Ergebnis erzielt, das wir je hatten".
Ein umfassendes Spektrum für Lehren und Lernen in Theorie und Praxis in allen Bildungs-, Weiterbildungs- und Erziehungseinrichtungen bot sich den Besuchern. Im Mittelpunkt standen neue Schulbücher und CD-Roms, elektronische Lehr- und Lernsoftware, vernetzte Präsentationstechnik, flexible vernetzte Arbeitsplätze für Schulen und Ausbildungsstätten, Ausstattungstechnik für Schulungs- und Tagungsräume sowie neue Weiterbildungskonzepte und das Thema nachhaltiges Lernen. Viel Nachfrage gab es auch für neue Kinderbücher, Einrichtungen und Ausstattungen in Kindergärten und Kindertagesstätten.
Die vorläufige Besucheranalyse zeigt, dass rund 92 Prozent der Befragten die Messe aus beruflichem Interesse besuchten. Rund 40 Prozent der Besucher kam aus dem allgemein bildenden Schulwesen, 22 Prozent kamen aus Vorschule und Kindergarten, 8 Prozent aus dem beruflichen Schulwesen, 14 Prozent aus Dienstleistung, Beratung, Schulung sowie 4 Prozent aus der Weiterbildung. Besuchsgründe waren in erster Linie die Information über das gesamte Angebot und die Neuheiten, Produkttest und Demonstration sowie die Ordervorbereitung. Für die hohe Qualität der Besucher spricht besonders, dass über die Hälfte nach eigenen Aussagen an Beschaffungsentscheidungen in ihren Bildungseinrichtungen, Organisationen und Unternehmen beteiligt sind und jeder Fünfte nimmt eine beratende Funktion ein. 95 Prozent waren mit den Info- und Kontaktmöglichkeiten an den Ständen sehr zufrieden, 92. Prozent wollen die didacta weiterempfehlen. Fast alle – 97 Prozent - waren mit dem Angebot zufrieden. Und die erhaltenen Informationen zeigen auch die von den Ausstellern gewünschte Wirkung: 81 Prozent gaben an, die auf der Messe gesehenen Produkte später verwenden zu wollen. Das Einzuggebiet der Messe hat sich vergrößert, 43 Prozent nahmen einen Anfahrtsweg von mehr als 100 Kilometer auf sich. Über 400 Besse wurden während der fünf Messetage gezählt, sie kamen teilweise aus Sachsen, Thüringen und Luxemburg.
In zahlreichen Foren, Vorträgen und Diskussionsrunden würde über Pisa und die Folgen debattiert. Rund die Hälfte der Besucher – auch dies ergibt die Befragungsanalyse – nutzten die didacta und ihr Rahmenprogramm als Plattform für Fort- und Weiterbildung. Die Veranstaltungen waren durchweg gut besucht. Vortragsveranstaltungen und Diskussionsrunden zu brisanten Themen oder mit besonders prominenter Besetzung waren mehr als ausgebucht. Guten Zuspruch hatte der UNESCO-Tag am 1. März 2005. Viele Veranstaltungen beschäftigen sich an diesem Tag mit der Umsetzung einer Bildung für nachhaltige Entwicklung. In den Foren der vier Bildungsbereiche auf der "didacta" – Kindergarten, Schule/Hochschule, Ausbildung/Qualifikation sowie Weiterbildung/Beratung – berichteten sie über konkrete Ansätze und Modellprojekte. Der Freitag war Familientag auf der didacta. "Schau hin! Was Deine Kinder machen" lud Eltern, Kinder, Pädagoginnen und Pädagogen sowie Interessierte ein. Experten und prominente Vertreter der Kampagne - u.a. Popstar DJ BoBo – diskutierten aktuelle Fragen zum Thema "Kinder und Medien" und präsentierten während eines dreistündigen Bühnenprogramms Ziele und Inhalte der Initiative.
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