FDP fordert Gesamtkonzept im Kampf gegen Kinderarmut
(hib/HAU) Die FDP-Fraktion fordert die Bundesregierung auf, ein Gesamtkonzept vorzulegen, wie Kinderarmut gemeinsam mit den Bundesländern und den Kommunen wirksam entgegengewirkt werden kann. In einem Antrag ([16/9433](http://dip21.bundestag.de/dip21/btd/16/094/1609433.pdf)), der heute vom Bundestag an die Ausschüsse überwiesen wird, fordern die Liberalen die Einführung von verbindlichen Sprachstandserhebungen zwischen dem dritten und vierten Lebensjahr. Kinder bei denen im Rahmen dieser Erhebungen erhebliche Mängel festgestellt werden, sollen angemessen gefördert werden, verlangen die Abgeordneten.
05.06.2008 Pressemeldung Deutscher BundestagNeben der Einbeziehung von privaten und privat-gewerblichen Anbietern der Kindertagesbetreuung fordert die Fraktion, zum 1. Januar 2009 Kindergeld und Kinderfreibeträge zu erhöhen und im Zusammenhang mit einer großen Steuerreform das Kindergeld zum 1. Januar 2010 auf 200 Euro zu erhöhen sowie einen Grundfreibetrag von 8.000 Euro für Kinder und Erwachsene einzuführen.
Zudem soll nach den Vorstellungen der Liberalen das Unterhaltsvorschussgesetz dahingehend geändert werden, dass der Unterhaltsvorschuss bis zum Erreichen der Volljährigkeit eines Kindes gewährt wird, um das Kindeswohl auch bei später auftretenden Zerwürfnissen wie Trennung und Scheidung besser berücksichtigen zu können.
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