Jugend in Bewegung: 10.000 machten mit
Wie lange bewege ich mich eigentlich täglich? Mehr als 10.000 Kinder und Jugendliche wollten das genauer wissen. Um es herauszufinden, beteiligten sie sich an der hessischen Kampagne "Jugend in Bewegung - Sport verbindet Europa", die im April 2004 startete.
30.11.2004 Pressemeldung Hessisches KultusministeriumSchulen, Vereine, Kindergärten, Kindertagesstätten und Jugendgruppen waren aufgerufen, im Rahmen von Wettbewerben nicht nur die Sportzeit in der Halle oder auf dem Sportplatz zu erfassen, sondern auch die Bewegungszeit im Alltag - und das in möglichst großen, vernetzten Teams. Gefragt waren außerdem kreative Vorschläge zur Bewegungsförderung, z.B. besondere Pausenaktivitäten oder Bewegungsspiele für Unterricht und Freizeit.
74 Teams mit insgesamt 166 Partnern - darunter Teilnehmer aus mehreren europäischen Ländern - beteiligten sich an der Aktion. Die Wertung beim Bewegungswettbewerb erfolgte anhand von drei Kriterien: Anzahl der Team-Partner, Anzahl der teilnehmenden Kinder und durchschnittliche tägliche Bewegungszeit pro Kind. Beim Kreativwettbewerb bewertete eine Jury aus Sportlerinnen, Sportlern und Pädagogen vor allem die Eigenleistung der Kinder und Jugendlichen sowie die Kombination Idee und Umsetzung in Bewegung. Die sechs erfolgreichsten Teams (siehe Seite 2) wurden heute von Kultusministerin Karin Wolff, Innenminister Volker Bouffier und dem Vorsitzenden des Landessportbundes, Dr. Rolf Müller, im Hessischen Landtag ausgezeichnet.
Die Ministerrunde war sichtlich beeindruckt von den Leistungen der Preisträger, die Teams mit zum Teil über 700 Kindern und Jugendlichen repräsentierten. Sie bedankten sich bei allen Beteiligten und würdigten das Engagement der Lehrkräfte, pädagogischen Fachkräfte, Übungsleiterinnen und Übungsleiter sowie der Eltern.
Die anwesenden Spitzensportlerinnen und Spitzensportler, darunter die Olympiasiegerinnen 2004 im Damen-Hockey Denise Klecker und Silke Müller und der Leichathlet Dr. Harald Schmid, zeigten sich ebenfalls begeistert vom Durchhaltevermögen und dem Ideenreichtum der jugendlichen Teams. Die prominenten Sportler haben sich als "Preise" zur Verfügung gestellt und werden die Siegerteams in den nächsten Wochen besuchen, Wie mitreißend Spaß und Freude an der Bewegung sein können, das sah man an den Tanzeinlagen der Mini-Cheerleader aus Wiesbaden-Breckenheim. Mit viel Schwung sorgten sie für das sportlich-musikalische Begleitprogramm und bezauberten die Delegationen der Siegerteams.
Auch die Initiatoren arbeiten im Team - schließlich möchte man mit gutem Beispiel vorangehen, so Kultusministerin Wolff. Auf Initiative des Kultusministeriums fanden sich das Ministerium des Inneren und für Sport, das Sozialministerium, der Landessportbund Hessen, die Sportjugend Hessen, die Deutsche Olympische Gesellschaft, die Arbeitsgemeinschaft Kirche und Sport, der Deutsche Sportlehrerverband in Hessen und die Stiftung Sporthilfe Hessen zu einer Aktionsgemeinschaft zusammen.
Besonders freute es die Anwesenden, dass die Aktion im kommenden Jahr fortgesetzt wird - und das in größerem Rahmen: das Bundesland Baden-Württemberg wird dabei sein, Rheinland-Pfalz hat bereits Interesse geäußert. Der geplante neue Themenschwerpunkt "Bewegung und Ernährung" fand große Zustimmung, insbesondere bei Sozialministerin Silke Lautenschläger und dem Vertreter des Sponsors Kellogg's.
Die Preisträger 2004
Bewegungs-Wettbewerb:
- Platz Team Kindertagesstätte Märchenwald, Steinau an der Straße
- Platz Team Viktoria-Schule, Kronberg
- Platz Team Max-Planck-Schule, Groß-Umstadt
Kreativ-Wettbewerb:
- Platz Tannenbergschule, Seeheim
- Platz Team Kindertagesstätte Märchenwald, Steinau an der Straße
- Platz Stadtteilschule Arheilgen, Darmstadt
Wer macht mit, wo steht mein Team, welche guten Ideen und Anregungen haben andere? Die Internetseite der Kampagne www.yim2004.info bietet ausführliche Informationen zu den beiden Wettbewerben, Formulare zum Herunterladen, Tipps rund um Bewegung und Wissenswertes über Europa. Erworbenes Know-how kann anschließend in Quiz-Form getestet werden. Die beteiligten Teams werden mit ihren Ergebnissen und kreativen Beiträgen vorgestellt. Darüber hinaus können sich Kinder und Jugendliche auch über die europäischen Nachbarn informieren. Zu England, Frankreich, Italien, Österreich, Polen, Portugal, Spanien, Tschechien und Ungarn gibt es sachliche und sportliche Infos - weitere Länder sollen folgen. Die Webseite steht in deutscher, englischer und französischer Sprache zur Verfügung und bietet zielgruppenorientierte Versionen: für Kinder und Jugendliche und für Lehrkräfte und andere interessierte Erwachsene.
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