KiBiz in NRW: Finanzierung erfolgt nicht über "echte Pauschalen"
03.03.2011 Artikel
Der Bericht der "nw-news" aus Herford weist darauf hin, dass der Evangelische Kirchenkreis die nach dem KiBiz zugeflossenen Mittel nicht so verausgabt hat, dass damit z.B. mehr Personal eingesetzt wurde, sondern dass sogar in den ersten beiden Jahren rd. 800.000 Euro Rücklagen angesammelt werden konnten.
Anmerkungen:
Es wird aber auch deutlich, dass es sich bei den Kindpauschalen nicht um "echte Pauschalen" handelt, zumal das Jugendamt jetzt zwar nicht Zugriff auf die Rücklagen, sondern auf die erzielten Zinsen haben will.
Diese Situation erscheint als "doppelt-kurios":
Träger treten für mehr Qualität ein und kritisieren zu Recht die unzulänglichen Bedingungen, die durch das KiBiz geschaffen wurden, geben dann aber nichtmal die Mittel so aus, dass die bestmögliche personelle Besetzung in ihren Einrichtungen realisiert wird, sondern sammeln, obwohl in den Kindpauschalen ein um 2.800 Euro pro Gruppe gekürzter Betrag eingerechnet ist, in erheblichem Maße zusammen, die für Sanierungen eingesetzt werden sollen.
Mit der Einführung von Kindpauschalen durch das KiBiz wurden überhaupt keine "Pauschalen" eingeführt, zumal der Träger sowieso nur von dem benannten Wert einen Zuschuss erhält, zudem er selbst Eigenleistungen erbringen muss. Wenn er aber unter diesen Bedingungen jetzt tatsächlich sogar "Einsparungen" erzielt wurden, soll er angehalten werden, den Zinsertrag abzuführen.
Wäre es nicht besser, mit einer nachvollziehbaren Landesfinanzierung den tatsächlichen Personaleinsatz zu fördern und separat die sonstigen Betriebskosten und der Ersatzbeschaffungen für die Einrichtung zu finanzieren?
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- NW-NEWS Herford
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