Kinderbildungsgesetz NRW

KiBiz-Revision: Erzieherinnen sind überlastet - bisher vorgesehene Korrekturen sind nicht ausreichend

28.04.2011 Artikel

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Auf die unzulängliche Personalsituation in Tageseinrichtungen wird in Grevenbroich unter Bezugnahme u.a. auf die Zunahme der Krankheitsfälle aufmerksam gemacht: Die Erzieherinnen sind überlastet lautet daher die Feststellung in dem Bericht der NGZonline vom 26.4.2011.

Anmerkungen:

Mit den Aufforderungen an die Ratsfraktionen bei der Landesregierung für Abhilfen zu sorgen, wird auf zentrale Notwendigkeiten hingewiesen, die kurzfristig im Rahmen der ersten Stufe der Revision des KiBiz berücksichtigt werden sollten.

Ähnliche Berichte über den Krankenstand gibt es von den Personalräten aus großen Städten wie Köln und Düsseldorf, die über Abwesenheiten von etwa 30 % der Beschäftigten berichten.

Damit wird deutlich, dass für die Begleitung der Kinder tatsächlich jede 3 Mitarbeiterin überhaupt nicht zur Verfügung steht und das bei dem sowieso schon schlechten und durch das KiBiz zusätzlich reduzierten Personalschlüssel!

Um in dieser Situation Abhilfe zu schaffen, reicht es nicht aus, nur zusätzliche "Ergänzungskraftstunden" bei Gruppen mit Kindern unter 3 Jahren vorzusehen, sondern es muss der Personalschlüssel insgesamt verbessert und die Gruppenstärke reduziert werden.

Wenn bessere Bildungsbedingungen für Kinder im Elementarbereich geschaffen werden sollen, müssen bereits für alle Kinder (unter 3 Jahren, über 3 Jahren, Schulkinder) bessere Bedingungen geschaffen werden. Es reicht kein Verschieben auf eine 2. Stufe, für die bisher weder ein verbindlicher Zeitplan und entsprechende zusätzliche Landesmittel hinterlegt sind. Ein Verschieben auf das Wahljahr 2014 mit Umsetzungen im Jahr 2015/2016 ist für die Kinder, die heute in Tageseinrichtungen und Tagespflege begleitet werden, dann keine Hilfe und für die im Jahr 2011 geborenen Kinder, die dann schon 4 Jahre alt sind, "vertane Zeit".


Weiterführende Links

  • Bericht der NGZ-online

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