KiBiz - Revision und Bildungsinvestitionen: Prognos legt eine Studie zu den Reparaturkosten bei unzulänglichen Bildungsinvestitionen vor
28.03.2011 Artikel
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Prognos legt zur Situation in NRW eine Studie vor, in der die "Reparaturkosten" unzulänglicher Bildungsinvestitionen dargestellt wird.
In der vergangenen Woche wurde darauf hingewiesen, dass die PROGNOS AG eine Studie vorgelegt hat, mit dem die "Reparaturkosten" (Folgekosten) von unzulänglichen Bildungsinvestitionen aufgezeigt werden. Diese Studie ist im Auftrag der Landesregierung erstellt worden. Die Materialien stehen zur Verfügung.
Bezogen auf den Ausbau der Angebote für Kinder unter 3 Jahren in Tageseinrichtungen wird im Verhältnis zur nicht realisierten Erwerbstätigkeit von Müttern dargestellt, dass den Aufwendungen für die Betriebs- und Ausbaukosten in Höhe von 1,5 Mrd. Euro Einnahmeeffekte von fast 2 Mrd. Euro gegenüber stehen würden.
Anmerkungen:
Bei der Bewertung dieser Daten ist m.E. zu berücksichtigten,
a) dass hier nur die Folgekosten unzulänglicher Investitionen betrachtet und noch nicht die präventiven Wirkungen von frühzeitigen Bildungsinvestitionen betrachtet wird. Dies wird Gegenstand des 2. Teils der Studie sein.
b) Bezogen auf die hier vorgelegten Werte müsste einerseits geprüft werden, von welchen Grundwerten bei der Berechnung ausgegangen wurde. Es wäre unpassend, wenn dabei die mit dem KiBiz geschaffenen Bedingungen berücksichtigt würden, in denen z.B. keine angemessene Fachkraft-Kind-Relation berücksichtigt ist und bei der Bemessung der Pauschalen von unzutreffenden Durchschnittskosten ausgegangen wurde.
c) Zudem kommt der Förderung von Kindern in Tageseinrichtungen eine Bedeutung für die Sicherung des Wohl des einzelnen Kindes und nicht "wegen der Berufstätigkeit der Eltern" zu. Für jedes einzelne Kind müssen ausreichend viele und qualitativ gut ausgestattete Angebote zur Verfügung stehen.
Insofern sind Studien über die Folgen unzulänglicher Bildungsinvestitionen und der Wirkungen von präventiven Ausgaben immer nur als eine ergänzende Betrachtung anzusehen. Sie werden jedoch hoffentlich dazu beitragen, dass auch diejenigen, die sich als "wirtschaftlich kompetent" ansehen, zusätzliche Bildungsinvestitionen in NRW nicht ausschließlich als "Schuldenmachen" betrachten, sondern akzeptieren, dass "Renditen" nicht nur entstehen, wenn die Erwartungen erhöht und die Mittel gekürzt werden, sondern, wenn in neue "Produkte" zunächst investiert wird.
Weiterführende Links
- Prognosunterlage
- Factsheet
- Präsentation
- Sonderauswertung Sozial Prävention
- Gesamtbericht
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