Kultusstaatssekretär Helmut Rau eröffnet Infobörse zur Hochbegabung

Eine völlig neue Idee soll vor allem Eltern hoch begabter Kinder, aber auch Erzieherinnen und Lehrern lange Wege bei der Suche nach fundiertem Expertenrat ersparen. Am 4. Dezember findet in der Universität Hohenheim von 9.30 bis 17.30 Uhr in drei Hörsälen, dem Foyer und Nebenräumen die erste "Infobörse Hochbegabung" statt. Bei der Infobörse, bei der unter anderem die Uni Hohenheim als Partner agiert, werden sich sowohl regionale als auch überregionale Einrichtungen präsentieren.

26.11.2004 Pressemeldung Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg

Eltern, Lehrern und anderen interessierten Berufsgruppen stehen Wissenschaftler und Experten zur Verfügung, die verschiedenste Facetten dieses Themas beleuchten. Die Schirmherrschaft für diese Veranstaltung hat die baden-württembergische Kultusministerin Dr. Annette Schavan übernommen.

Die alltägliche Praxis zeigt, dass der Besuch des Kindergartens oder der Schule für außergewöhnlich begabte Kinder auch heutzutage nicht immer ohne Probleme verläuft. Für Eltern ist es dabei oft schwierig, ohne eine fachkundige Unterstützung mit einer solchen Situation umzugehen und die Probleme richtig einzuschätzen. Schwierig kann sich die Situation aber auch für Erzieherinnen im Kindergarten und Lehrkräfte an den Schulen gestalten, mit einem solchen Kind angemessen umzugehen.

In den drei Hörsälen der Universität in der Grabenstraße 30 werden insgesamt 27 Experten ihre Beratungs- und Fördereinrichtungen vorstellen. In einem Nebenraum besteht teilweise dann noch die Möglichkeit für Einzelgespräche.
Eine gesonderte "Infobörse für Lehrer" findet zudem im Hörsaal B2 von 11.30 bis 14.40 Uhr statt, bei der verschiedene Einzelaspekte in Bezug auf schulische Aspekte beleuchtet werden. Nach einem Grußwort des Rektors der Universität Hohenheim, Prof. Dr. Hans-Peter Liebig, wird Staatssekretär Helmut Rau (MdL) vom Kultusministerium Baden-Württemberg die Veranstaltung um 09.30 Uhr offiziell eröffnen. Die Leiterin des neu eingerichteten Kompetenzzentrums für Hochbegabtenförderung in Schwäbisch Gmünd, Ingvelde Scholz wird die Gäste dann mit dem Ablauf der Infobörse vertraut machen. Der renommierte Begabungsforscher Prof. Dr. Franz Mönks von der Radboud Universität Nijmegen wird auf allgemeinen Aspekte des Themas Hochbegabung in seinem Vortrag "Begabungen erkennen - Begabte fördern" eingehen, danach beginnen die Kurzreferate in den einzelnen Hörsälen.

Die inhaltlichen Schwerpunkte der Einzelbeiträge liegen der Beratung und Diagnostik hoch begabter Kinder und Jugendlicher, aber auch Problemstellungen im sozialen und motorischen Bereich werden thematisiert. Ein umfangreiches Informationsangebot betrifft die in Baden-Württemberg vorhandenen Fördermöglichkeiten hoch begabter Kinder. An der Infobörse Hochbegabung nehmen renommierte Landeseinrichtungen wie die Beratungsstellen der Universitäten Tübingen und Ulm, aber auch Experten des Kultusministerium, des Oberschulamtes und Vertreter von verschiedenen Fördereinrichtungen aus ganz Baden-Württemberg teil. Auch die an der Universität Hohenheim bestehenden Fördermöglichkeiten werden vorgestellt. Im Foyer der Universität werden Elternverbände, Selbsthilfegruppen, Verlage und andere Einrichtungen ihre Arbeit und Materialien präsentieren. Die Veranstaltung ist kostenfrei und auch die vom Kindergarten "Die kleinen Hohenheimer" angebotene Kinderbetreuung kann kostenlos in Anspruch genommen werden. Ein Faltblatt sowie ein Miniplakat mit einer kompletten Programmübersicht steht im Internet unter www.kh-gmuend.de download bereit.


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