Neue Gesundheitsrisiken bei Kindern als Herausforderung für die Kinder- und Jugendhilfe - Das Beispiel Übergewicht
Die Internationale Arbeitsgemeinschaft für Jugendfragen (IAGJ) kam im Herbst 2004 in Garderen / Niederlande zu ihrer 14. Arbeitstagung zusammen. Unter dem Thema "Neue Gesundheitsrisiken bei Kindern als Herausforderung für die Kinder- und Jugendhilfe - Das Beispiel Übergewicht" ging es insbesondere um die Gesundheitsförderung und den Gesundheitsschutz von Kindern, Jugendlichen und ihren Familien. Die Abschlusserklärung mit den detaillierten Ergebnissen und Forderungen der IAGJ wurde mit den Länderdelegationen abgestimmt und liegt nunmehr vor.
31.05.2005 Pressemeldung Arbeitsgemeinschaft für Kinder- und Jugendhilfe (AGJ)Im Zusammenhang mit veränderten zivilisatorischen, ökologischen und sozialen Lebensbedingungen haben sich neue Krankheiten und gesundheitliche Risiken für Kinder und Jugendliche entwickelt. Im Rahmen der Tagung wurde exemplarisch die besorgniserregende Zunahme von Übergewicht und Fettleibigkeit (Adipositas) bei Kindern und Jugendlichen thematisiert.
Die Tagungsteilnehmer und -teilnehmerinnen waren sich einig, dass Gesundheitsförderung junger Menschen und entsprechende Prävention nicht nur Aufgaben des Gesundheitswesens sind, sondern Aspekte der Kindergesundheit auch in anderen Handlungsfeldern (z. B. Kindertagesstätten, Schule, Umwelt und Verbraucherschutz) eine immer größer werdende Rolle spielen. Ziel sollte daher die Entwicklung einer gesellschaftlichen Kern- und Gesundheitskompetenz und ein möglichst breites gesamtgesellschaftliches Bündnis für die Gesundheit junger Menschen sein. Die grundsätzlichen Ziel- und Aufgabenbestimmungen der Kinder- und Jugendhilfe umfassen ein System, das alle Aktivitäten umschließt, die auf die Förderung der Entwicklung und auf die Erziehung junger Menschen ausgerichtet ist. In diesem Zusammenhang ist Gesundheit ein Aspekt, der besonders bedeutsam ist.
Zentrale Herausforderung für alle relevanten Handlungsbereiche im Interesse der Gesundheit von Kindern und Jugendlichen ist der fachliche Austausch von Ansätzen und Erfahrungen zur Gesundheitsförderung junger Menschen, verbunden mit konkreten Schritten zur weiteren Vernetzung von Organisationen, Initiativen und der Entwicklung von Bündnissen, damit Kindergesundheit nachhaltig wirksam und möglichst präventiv gefördert werden kann.
Der IAGJ, einem Diskussionsforum für Fragen der Kinder- und Jugendhilfe und des Jugend- und Familienrechts, gehören Expertinnen und Experten aus Österreich, der Schweiz, den Niederlanden und Deutschland an. Auf deutscher Seite ist die Arbeitsgemeinschaft für Jugendhilfe (AGJ) federführend
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