Bayern

Sprachförderung vor Schuleintritt statt Fernhalten der Kinder von der Schule

Die heute von der bayerischen SPD geforderte Befreiung vom Unterricht von Kindern mit Sprachförderbedarf fällt integrationspolitisch weit hinter das Konzept des bayerischen Kultusministeriums zurück, das bereits seit 2009 umgesetzt wird.

07.02.2011 Pressemeldung Bayerisches Staatsministerium für Unterricht und Kultus

"Wir möchten nicht einzelne Kinder von der Schule fernhalten. Wir möchten vielmehr allen Kindern bis zum regulären Schulbeginn die nötige Sprachkompetenz mitgeben, damit sie sich aktiv am Unterricht beteiligen können", kommentiert der Kultusminister den Gesetzesentwurf der SPD. "Darum erhalten Kinder mit Sprachförderbedarf eine gezielte und intensive Sprachförderung bereits ab dem vorletzten Jahr vor der Einschulung", ergänzte der Kultusminister.

"Das Beherrschen der Sprache ist selbstverständlich der Schlüssel zur Teilhabe an der Gesellschaft - und das frühzeitige Erlernen das Herzstück des Gesamtkonzepts, mit dem wir die Integration vorantreiben möchten", verweist Spaenle auf die umfangreichen Maßnahmen zur Förderung von Kindern mit Migrationshintergrund.

Auf der Grundlage einer Sprachstandsdiagnose erfolgt eine intensive und zielgerichtete Sprachförderung, die sich über drei Halbjahre erstreckt und insgesamt 240 Stunden umfasst. Auf diese Weise soll erreicht werden, dass alle Kinder bei ihrer Einschulung über ausreichende Sprachkenntnisse verfügen. "Unser erklärtes Ziel ist die Erhöhung der Bildungschancen für Kinder aus Familien mit Migrationshintergrund, nicht die Benachteiligung dieser Kinder durch eine Befreiung vom Unterricht."


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