VBE: Familienpolitik überdenken
Die Einführung der Gebührenfreiheit für Drei- bis Sechsjährige in den Kindergärten von Rheinland-Pfalz nimmt der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Südbaden zum Anlass, diese längst überfällige Maßnahme erneut für das so genannte Kinderland Baden-Württemberg zu fordern "Die Kinder- und Familienpolitik in Baden-Württemberg muss neu überdacht werden", zieht die Referatsleiterin "Grundschule" Ingrid Furrer (Schwanau) die notwendige Schlussfolgerung aus dem am 1. September 2009 vorgestellten 1. Kinderbericht der OECD.
07.09.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg"Der VBE erwartet von Land und Bund, dass sie das System öffentlicher Finanzen für Kinder so ausrichten, dass mehr Bildungsgerechtigkeit und Chancengleichheit gesichert werden", so Furrer. Dazu gehöre auch die Pflicht der Länder, den Besuch der Kindergärten grundsätzlich gebührenfrei für Eltern vorzuhalten, wie das in Rheinland-Pfalz seit 1. September gilt.
Furrer weiter: "Obwohl die öffentlichen Ausgaben für Kinder und Jugendliche sich im internationalen Vergleich sehen lassen können, bewirken die Mittel nicht die notwendige Chancengleichheit." Vor allem im Bereich der frühkindlichen und kindlichen Erziehung (Kindergarten und Grundschule) wird am falschen Ende mit der finanziellen Unterstützung gespart, was später zu mehr Ausgaben führt, deren Effizienz aber weniger greifend ist. Auch seien Kinder aus einkommensschwachen Familien immer noch durch zu große regionale Angebotsunterschiede in der frühkindlichen und vorschulischen Bildung benachteiligt.
Ziel müsse es sein, die Kinder im Kindergarten mit den Grundfertigkeiten auszustatten, die ihnen eine reibungslose Schullaufbahn in Aussicht stellen können. Die sei vollumfänglich allerdings nur dann möglich, wenn auch einkommensschwache Familien für ihre Kinder sich den Kindergartenbesuch leisten können.
Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Landesbezirk Südbaden
www.vbe-suedbaden.de
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