VBE: Ländliche Gebiete nicht benachteiligen

Als ungerecht empfinden Roswitha Albert (VBE- Kreisverband Lörrach) und Angelika Hilpert (VBE- Kreisverband Waldshut) die Tatsache, dass die Landesregierung Baden-Württemberg Programme und Thesen in die Õffentlichkeit setzt, die zwar gut klingen, aber in den verschiedenen Landesteilen in unterschiedlicher Qualität ankommen werden. Die beiden Repräsentantinnen für den Vorschulbereich des Schulkreises Lörrach-Waldshut des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) beklagen sich darüber, dass die Sprachförderung für Kindergärten in ländlichen Gebieten nicht mit der notwendigen finanziellen Unterstützung ausgestattet ist, um auch hier Kinder besser zur Schulreife führen zu können. Auch im Schulkreis Lörrach- Waldshut gäbe es genug kleine Gemeinden, in der die erforderliche Mindestzahl von notwendigen 6 Kindern, die eine Sprachgruppe bilden sollen, nicht erreicht werden kann. Ohne diese Vorraussetzung aber gäbe es kein Geld für die Sprachförderung.

20.04.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Die beiden Erzieherinnen empfinden es auch als Zumutung, dass unter diesen Umständen flächendeckend im Land Sprachstandsdiagnosen erhoben werden sollen. Was soll diese zusätzliche Arbeit bringen, wenn danach das Geld fehlt um auf Grund dieser Diagnosen die fällige Sprachförderung einzuleiten?

Nicht nur die CDU sei dabei in der Pflicht, meinen Angelika Hilpert und Roswitha Albert. Der stellvertretende Ministerpräsident Ulrich Goll (FDP) hatte vor einem Jahr auf flächendeckende Konsequenzen hingewiesen, die der Diagnose folgen sollen. Davon sei nach derzeitigem Stand in kleinen Gemeinden auch zukünftig wenig zu spüren. Die beiden VBE- Vertreterinnen legen Wert darauf, dass im so genannten Kinderland Baden-Württemberg allen Kindern Förderung zu teil werden müsse, und nicht nur denen in den Städten und kinderreichen Gemeinden. Auch in ländlichen Gebieten haben Kinder das gleiche Recht auf Bildung.

Ungelöst sei nach wie vor auch, wer diese Förderung qualifiziert durchführen solle. Logopäden dürfen in Deutschland nur auf Rezept therapieren und Erzieherinnen hätten dafür nicht die nötige Ausbildung. Es ist daher unumgänglich, dass die Landesregierung auch für die Bereitstellung qualifizierten Personals Geld in die Hand nehmen müsse.

Verband Bildung und Erziehung (VBE)
Landesbezirk Südbaden


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