VBE Südbaden fordert: Frühkindliche Bildung verbessern

Der Verband Bildung und Erziehung (VBE) in Südbaden hört die Botschaft des Präsidenten der Kultusmininisterkonferenz (KMK), Henry Tesch aus Mecklenburg-Vorpommern, der unter dem Motto "Die Besten für die Kleinsten" unter anderem den Anteil der Erzieher/innen mit Hochschulabschluss erhöhen will. Zudem sollen länderübergreifende Bildungsstandards für die Erzieherausbildung vereinbart werden. Dies ist auch ein postuliertes Ziel des VBE, der für den Elementarbereich einen erhöhten Investitionsbedarf sieht, um die Erzieher/innen besser für die gestiegenen Anforderungen unserer Gesellschaft zu befähigen. Dabei hat der Verband aber immer darauf hingewiesen, dass die dafür erforderlichen Mehrausgaben nicht am bisherigen Personal des Landes eingespart werden dürfen. Insgesamt würde der VBE begrüßen, wenn die Vorschläge des KMK-Präsidenten auch in Baden-Württemberg umgesetzt würden.

15.04.2009 Pressemeldung Verband Bildung und Erziehung, Landesverband Baden-Württemberg

Die neuesten Entwicklungen allerdings scheinen zumindest in Baden-Württemberg anders zu laufen, stellt Margret Oelhoff, Vorstandsmitglied des Verbandes Bildung und Erziehung (VBE) in Südbaden fest. So sei das Land Baden-Württemberg daran, aus der erfolgreichsten Schulart, der Grundschule nämlich, künftig Abstriche zu machen, indem man die Lehrkräfte dieser Schulart im Gehalt absenken möchte. Dies erreiche man dadurch, dass man den Grundschulaspiranten unter den künftigen Lehrkräften eine gleichwertige Ausbildung wie bei den anderen Schularten verweigere. Die veränderte Ausbildung, die ab dem nächsten Schuljahr im Studium bereits Raum greife, lasse eine künftig schlechtere Bezahlung im Grundschulbereich vermuten.

Damit ist der VBE überhaupt nicht einverstanden. Auch sei eine Verbesserung der Erzieherinnen ausbildung noch keineswegs in Sicht.

Dabei ist sich der Verband sicher, dass Bemühungen um mehr Qualität in der frühkindlichen Bildung und Erziehung eine gute Basis für eine bessere Schulreife legen würden. Benachteiligungen und Defizite würden frühzeitiger erkannt und ließen sich dadurch auch stärker verbessern. Der Orientierungsplan für Kindergärten sei ein Schritt in die richtige Richtung. Es bleibe aber fraglich, ob die avisierte Zusammenarbeit mit den Grundschulen tatsächlich erfolgreich gemeistert werden könne, wenn Erzieher/inen nicht besser ausgebildet und Grundschullehrkräfte schlechter bezahlt werden als andere. Wenn es nicht gelingt, auch benachteiligten Kindern den Zugang zu qualitativ hochwertigen Förder- und Betreuungsangeboten von klein an zu ermöglichen, werden diese schon vor der Einschulung abgehängt. Dazu gehöre aber auch neben den Programmen das zur Umsetzung qualifizierte und motivierte Personal. "Die Verbesserung der Qualität der frühkindlichen Bildung in Baden-Württemberg steht also auch weiterhin auf der Tagesordnung.", so Margret Oelhoff.


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