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Wer singt wird glücklich!

20.09.2011 Artikel

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Diese Erfahrung macht Doris Bühler immer wieder. Sie ermuntert in diesem Sinne als Musikpädagogin viele Menschen, ihre Stimme zu entdecken und zu erheben. Kinder wie Erwachsene entdecken dabei ihre Individualität, erfahren ein neues Selbst-Bewusstsein.

Hemmnis auf dem Weg zur eigenen Stimme ist häufig die Selbsteinschätzung, keine schöne Stimme zu haben. Hier liegt auch eine große Verantwortung bei den Pädagogen in Schulen oder Chören, mit vielleicht anfänglich geringer Begabten wertschätzend umzugehen.

Über eine fundierte Technik kann eine Stimme eine enorme Entwicklung in Klanglichkeit und Tonsicherheit durchlaufen, von der ansonsten viele Sangesfreudige abgehalten werden.

"In Zeiten von Castingshows auf der Suche nach "Superstars" besteht auch die Gefahr, dass die Konzentration auf die Außenwirkung, die narzistische Selbstdarstellung, der Traum vom "reich, schön, erfolgreich und bewundert" zu werden, gelenkt wird", befürchtet Doris Bühler. Der wahre Reichtum über das Entfalten der eigenen, inneren Seelenräume, das Erleben eines tiefer angelegten, inneren Glückes, komme dabei nicht zum Tragen.

Daher wünscht Doris Bühler, dass die Freude am Singen sich an der Freude am Musizieren, dem Interesse an Selbsterfahrung und der Entwicklung von Körperbewusstsein orientiert und nicht am Starkult, und für jeden Interessierten zugänglich ist.

Langfristiger Erfolg erfordert ihrer Meinung nach insbesondere im Gesang eine gewisse seelische Reife, und so sollte auch eine Stimme, und bei der professionellen Gesangstätigkeit der Erfolg mit dem Singen, darauf aufgebaut sein.

Eine wirklich hohe, klangliche Qualität kann letztendlich nicht rein technisch erzielt werden. Die Stimme ist der persönliche Ausdruck eines Menschen und untrennbar mit ihm verbunden. Leider wird heutzutage einer Stimmentwicklung bei dem professionellen Singen weniger Zeit gelassen. Der Qualitätsverlust ist ihrer Ansicht nach deutlich zu bemerken.

In ihren Einschätzungen und Zugängen zum Gesang drückt sich eine breite Erfahrung von Doris Bühler aus, die sie auf ihrem Weg zur Sopranistin in Soloprogrammen oder auch gemeinsam mit einem Kammermusikensemble gewonnen hat. In Kürze wird sie wieder in Dortmund (am 8.10.2011 in der Propsteikirche und am 11.3.2012 in der Kapelle in Dortmund-Wischlingen) zu hören sein.


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