150 Millionen Euro für Schaffung und Erhalt von Studienplätzen

Der Hochschulpakt 2020 zwischen Bund und Ländern wird fortgesetzt. Darauf verständigten sich heute die Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsminister von Bund und Ländern. Demnach werde der im August 2007 zwischen Bund und Ländern Pakt über 2010 hinaus, zunächst bis zum Jahr 2015 fortgesetzt. "Ziel des Hochschulpaktes ist es, bundesweit 275 420 zusätzliche Studienplätze zu schaffen, um den vor allem in den alten Bundesländern auf Grund doppelter Abiturientenjahrgänge und einer positiven demografischen Entwicklung an die Hochschulen drängenden Abiturienten einen Studienplatz anbieten zu können", so Sachsens Wissenschaftsministerin Dr. Eva-Maria Stange.

22.04.2009 Pressemeldung Sächsisches Staatsministerium für Wissenschaft, Kultur und Tourismus

Für Sachsen bedeute dies, bis 2010 die Zahl von 20 000 Studienanfängerplätzen aufrecht zu erhalten und danach in der Zeit bis 2015 im Durchschnitt rund 14 000 Studienanfängerplätze vorzuhalten. Dafür erhalte der Freistaat bis 2017 maximal 150 Millionen Euro. Insgesamt stellt der Bund für den Hochschulpakt bis 2010 3,2 Milliarden Euro bereit. "Wir wollen das Geld dazu nutzen, mehr Studienanfänger nach Sachsen zu locken", so die Ministerin. Im Zusammenhang damit sei es notwendig, die Anstrengungen zur Verbesserung der Qualität der Lehre weiter zu verstärken.

Der Hochschulpakt biete die Chance auch den Abiturienten aus den alten Bundesländern attraktive Studienplätze an den sächsischen Hochschulen zur Verfügung stellen zu können. "Wenn es gelingt, gemeinsam mit den Hochschulen das demografische Tal zu überbrücken, dann bestehen gute Aussichten darauf, den wachsenden Bedarf an qualifizierten Fachkräften in Sachsen auch in den kommenden Jahren zu sichern", so Dr. Stange. Der Freistaat werbe daher bereits seit dem vergangenen Jahr verstärkt in den alten Ländern um Studienanfänger.(Näheres unter: www.pack-dein-studium.de)

Die Gemeinsame Wissenschaftskonferenz (GWK) - bestehend aus den Wissenschaftsministerinnen und Wissenschaftsministern von Bund und Ländern - hatte neben der Fortführung des Hochschulpaktes heute auch die Fortsetzung der Exzellenzinitiative des Bundes und der Länder ab 2012 beschlossen. Für die Fortsetzung der Exzellenzinitiative sollen künftig 2,7 Milliarden Euro von Bund und Ländern zur Verfügung gestellt werden. Das bedeute einen Aufwuchs um 30 Prozent der Mittel gegenüber der ersten Runde der Exzellenzinitiative. "Damit ist ein fairer Einstieg für neue exzellente Anträge möglich. Ich hoffe, dass dieser Rahmen eine geeignete Grundlage dafür darstellt, dass sich die sächsischen Hochschulen weiterhin erfolgreiche einbringen können." Besonders wichtig sei es gewesen, der Qualität der Lehre im Rahmen der Forschungsprojekte ein größeres Gewicht bei der Bewertung einzuräumen. "Das ist mit der neuen Runde gelungen."

Darüber hinaus stimmten die Minister heute dem Pakt für Forschung und Innovation (2011 bis 2015) und der damit verbundenen Anhebung ihrer gemeinsamen Forschungsförderung für außeruniversitäre Forschungseinrichtungen von bisher drei auf fünf Prozent zu. "Damit wird der weitere Ausbau und eine solide Forschungsarbeit in den sächsischen Max-Planck-, Fraunhofer-, Helmholzund Leibnizeinrichtungen ermöglicht."

Die sächsische Wissenschaftsministerin begrüßte die Einigung zu Hochschulpakt, Exzellenzinitiative und Pakt für Forschung und Innovation: "Der Kompromiss ist gut für die Stärkung der sächsischen Hochschulen und Forschungseinrichtungen in den kommenden Jahren."

Die Entscheidung der Wissenschaftsminister wird jetzt der Konferenz der Ministerpräsidenten und der Bundesregierung vorgelegt, die in gemeinsamer Sitzung Anfang Juni entscheiden.


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